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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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und der schwedisch-polnische Krieg.

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welche der Adel ihn im Stiche ließ, zu Aufopferungen genöthigt, die denFrieden erkauften. Der zu Rothschild im Jahre 1658 geschloffeneFriede riß Schonen und Blekingen nebst der Insel Bornholm und dernorwegischen Landschaft Drontheim von Dänemark ab. Der Friedewar aber nicht von Dauer, weil der Sieger, der seine Truppen nichtaus dem Lande gezogen, sich erinnerte, daß er von seinem Siege einenganz andern Gebrauch hätte machen können. Noch im Jahre 1658landete er ans Seeland, aber die Ungerechtigkeit dieses neuen Angriffsentzündete die Bevölkerung, namentlich die der Hauptstadt, zu einer soangestrengten Thätigkeit, daß Friedrich es auf die Entscheidung derWaffen glaubte ankommen lassen zu dürfen. Der heldenmüthige Wider-derstand, den Kopenhagen leistete, zog auch den Krieg so in die Länge,daß die übrigen Feinde Schwedens Zeit gewannen, sich gegen dasselbezu rüsten. Oestreich, das schon durch eine Verbindung Ragoczy's mitden Schweden auf den Kampfplatz gerufen war, hatte sich noch vordem Nothschilder Frieden mit Polen verbündet. Der Kurfürst hattenach dem Abzüge der Schweden Unterhandlungen mit Polen begonnen,welche damit endeten, daß dasselbe im Jahre 1657 durch den Vertragzu Wehlau der Lehenöhoheit über Preußen entsagte, wobei es jedochfür die Katholiken Preußens die Freiheit der Religionsübnng vorbehielt.Doch hielt er sich Anfangs noch in unentschiedener Stellung und kündigtedem Schwcdenkönige bloß an, er habe sich gegen Polen zur Partei-losigkeit verpflichtet. Erst als der Widerstand Dänemarks durch denersten Feldzug deö Gegners gebrochen war, glaubte er sich zu einemKriege mit diesen: rüsten zu müssen, da er dessen Rache zu fürchten hatte.Er schloß daher ein Bündniß mit Dänemark, und erhielt von den Nie-derländern das Versprechen von Hülfe. Lange Unterhandlungen, inwelchen er unermüdlich war, folgten darauf, da ihm seine Verbündetennicht soviel Sicherheit gewährten, als die Feindschaft des Schweden-königs ihm Gefahr brachte. Auch machten die um diese Zeit wegender Kaiserwahl entstandenen Schwierigkeiten große Vorsicht nöthig.Endlich entschied doch die Belagerung Kopenhagens einen Angriff aufdie Schweden. Ein Heer von Brandenburgern, Polen und Ocstreichern,bei dem sich der Kurfürst selbst befand, vertrieb die Schweden im Jahre1658 aus der dänischen Halbinsel. Im folgenden Jahre zog sich derKrieg, da eine niederländische Flotte den Verbündeten zu Hülfe gekom-men war, auf die Insel Fünen, und zugleich begannen Angriffe auf dasschwedische Pommern, die den Kurfürsten gegen die mit ihm verbündetenOestrcicher argwöhnisch machten. Es wurden nun auch Frankreich undEngland in die Sache gezogen, da Frankreich weder den nordischen Er-oberer zu mächtig werden, noch ein Festsctzen Oestreichs an der Ostseegestatten wollte, England die Vernichtung Dänemarks abwenden mußte,