und der schwedisch-polnische Krieg.
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gungen, welche den Schutz ihrer eigenen Verfassung bildeten, ergaben.Uneinig und zerrissen, wie immer, kam der polnische Reichstag nicht zuMaßregeln der Vertheidignng, als der dritte Feind hereinbrach. Derschwedisch-polnische Krieg erregte, da er als die Fortsetzung der früherenschwedischen Unternehmungen erkannt wurde und eine durchgreifendeVeränderung der Besitzverhältnisse voraussehen ließ, in ganz Europagroße Aufmerksamkeit. Der Kaiser mußte vor neuen Fortschrittenschwedischer Waffen, zumal wenn sie das zwischen ihm und den Schwe-den gelegene polnische Reich Umstürzen sollten, in höchster Besorgnißsein. Dänemark, dessen Besitz schon durch Schweden geschmälert wor-den war, konnte nur mit Angst das weitere Wachsen des gefährlichenNachbars sehen. Die Niederlande hatten von der Bildung einer aus-schließlichen schwedischen Herrschaft über das baltische Meer den Ver-lust ihres Handels auf demselben zu befürchten. Frankreich mußte denGang der Ereignisse wachsam im Auge behalten, weil es nicht zu-geben durfte, daß Schweden mächtig genug würde, dem französischenEinfluß in Deutschland die Spitze zu bieten. In der schwierigstenLage befand sich aber zwischen den beiden streitenden Theilen der Kur-fürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Sein Herzogthum Preußenwar ein polnisches Lehen und bildete den nächsten Gegenstand derschwedischen Eroberungslust. Selbst seine im Reiche gelegenen Länderwaren, da durch sie der Weg der Schweden gehen mußte, gefähr-det, und von dem Reiche war kein Schutz zu erwarten. Es bliebdaher für ihn nichts übrig, als die Absichten der streitenden, sowie derübrigen europäischen Mächte, zu erforschen, durch kluge Unterhandlungenden Ausbruch des Krieges zu verzögern, und wenn er nicht mehr zuverzögern war, eine Mittelmacht zwischen den Parteien zu bilden, daßer sich von beiden möglichst unabhängig erhalten könnte. So durchdie Verhältnisse auf die gewundenen Wege der mit überlegenen undzweideutigen Nachbarn handelnden Staatskunst geführt, bewährte er aufdenselben eine Meisterschaft, durch die er nicht nur unversehrt, sondernmit erhöhter Macht aus dem Kampfe hervorging. Indem er sich nachUmständen auf die eine und die andere Seite stellte, keinen der beidenGegner bis zur Vernichtung des andern unterstützte, blieb er für beidewichtig und konnte für seine Hülfe jedesmal eine Steigerung seinerMacht als Preis bedingen. Er mußte mit der mißtrauischsten Wach-samkeit die Schritte der Andern beobachten und selbst immer gefaßt sein,das Mißtrauen, das er nothwendig erregte, wieder zu entwaffnen, dabeistets Streitkräfte zu seiner Verfügung haben, durch welche der Feindgehindert wurde, ihn mit Gewalt aus seiner zweideutigen Stellung zuverdrängen. Der Krieg begann im Jahre 1655 und hatte schon imersten Jahre den Erfolg, daß Karl Gustav Herr der Länder bis an den