und der schwedisch-polnische Krieg.
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dem Markte unter den Verkäufern von Fruchten, und ein Fischer ausAmalfi, Thomas Aniello, von dem Volke Masaniello genannt, leitete dieBewegungen der aufgeregten und beständig anwachsenden Menge. DerVicekönig mußte, da er über keine hinreichende Truppenmacht zu ver-fügen hatte, sich in eines der nahen Castelle retten und die Stadt derHerrschaft des Pöbels überlassen. Hier bildete sich eine Art von Negie-rung, an deren Spitze Masaniello stand, und es gelang diesem, einevorläufige Ordnung herzustellen und die zur Unterstützung des Vice-königs anrückcnden Truppen zu schlagen. Es ward auch mit dem Vice-könig wegen Zurücknahme von Steuerverordnungen unterhandelt. Dochnachdem ein vorläufiges Abkommen getroffen war, arbeitete der Vice-könig an dem Sturze Mafaniello's, und dieser ward ermordet. SeinTod stillte den Aufruhr nicht. Der Vicekönig wurde ein zweites Malgezwungen, sich in dem Castelle zu bergen, und die Bevölkerung derbenachbarten Städte erhob sich gleich der von Neapel, so daß der Planeiner Vertreibung der Spanier zur Neise kam. Als uun ein natürlicherSohn Philipps IV., Johann von Oestreich, mit einer Flotte vorNeapel erschien, begann der Vicekönig Strenge zu zeigen, und ließ, alsman die von ihm geforderte Auslieferung der Waffen verweigerte, dieStadt von der Flotte und den benachbarten Castellen beschießen. Hier-durch wurde der Eifer des Volkes entflammt, es behauptete sich in ver-zweifeltem Kampfe gegen die Macht der Spanier und suchte die HülfeLudwigs XIV. Ehe aus Frankreich Antwort einlief, ward der Planentworfen, einen Sprößling des Hauses Guise, der sich damals in Romaufhielt, als Abkömmling des Hanfes Anfou, das einst in Neapel ge-herrscht hatte, auf den Thron eines neuen selbstständigen Reiches Neapelzu erheben. Derselbe erschien in Neapel, trat an die Spitze des empör-ten Volkes, wurde aber von Frankreich aus schlecht unterstützt, da Ma-zarin zwar diese Dinge benutzen wollte, Spanien zu beschäftigen, aberden für Frankreich nichts versprechenden Plan der Erhebung Guise'skeineswegs fördern mochte. Eine französische Flotte zog sich daher,nachdem sie der spanischen einige Gefechte geliefert hatte, nach Frank-reich zurück, und Johann von Oestreich gelang es im Jahre 1648, nach-dem der dem Volke verhaßte Vicekönig abberufen war, die spanischeHerrschaft herzustellcn.
21. Während der Zeit, wo solche Vorfälle Spanien schwächtenund Frankreich in seinen Absichten gegen Spanien zu Statten kamen,war auch der Krieg in den Niederlanden fvrtgeführt worden, und inOberitalien hatte bald nach Beendigung des Mantuanischen Erbfolge-krieges durch die Verhältnisse der kleinen Staaten, die sich theils anSpanien, theils an Frankreich zu lehnen suchten, das Spiel der Waffenwieder begonnen. In Oberitalien hatte sich durch glückliche Feldzüge