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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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Der dreißigjährige, der französisch-spanische

Angriff auf Frankreich zu machen. Doch die in den Jahren 1636 und1637 in Guyenne, sowie die im Jahre 1636 von Norden und Ostenher gemachten Einfälle hatten keinen Erfolg. Als' die Franzosen zumAngriffe übergingen, waren auch sie weder in der Landschaft Guipuzcoa !noch in der Grafschaft Roussillon glücklich. Die Gelegenheit, den Gegnerempfindlich zu treffen, ergab sich erst, als in Folge dieses Krieges Ca-talonien in Aufstand gerietst. Diese Landschaft wachte mit großer Eifer-sucht über ihre Vorrechte, und stand mit der Regierung, die nach demPlane des Herzogs von Olivarcz die besonderen Rechte der einzelnenLandschaften als Hindernisse der Negierung zu beseitigen suchte, imGegensätze. Als nun die Nähe des Krieges die Einlagerung von Trup-pen nöthig machte, regte sich lauter Widerspruch, und als der Herzogdarauf keine Rücksicht nahm, im Jahre 1640 thätlicher Widerstand. DieAnstalten zur Unterdrückung des Aufruhrs steigerten denselben dermaßen,daß im Jahre 1641 die Bevölkerung den König Ludwig XIII. zu ihremGrafen erwählte. Doch nur mit Mühe setzten sich die Franzosen inden Besitz des Landes, das sich ihnen ergeben hatte. Als sie dasselbeerkämpft hatten, erregte ihr eignes Walten neue Unzufriedenheit, undwährend die Empörung Condü's die Absendung von Truppen ausFrankreich hinderte, benutzten die Spanier die günstigen Verhältnisse, umdie Provinz wieder zu unterwerfen, wozu im Jahre 1651 mit der Er- !oberung von Barcelona der entscheidendste Schritt geschah. Ein zweiterVerlust, ein Verlust für immer, traf Spanien durch den Abfall Port»- f

gals. Die spanische Verwaltung hatte dort vielfache Unzufriedenheit i

veranlaßt, und das Haus Braganza, das von einem Sohne Johanns i

des Unächten abstammte, hatte die Ansprüche, die es vermöge dieser k

Abstammung ans die Krone des Landes machen konnte, nicht vergessen, l

Das Jahr 1640, in welchem das Land wegen des Aufstandes in Cata- s

lonien von Truppen entblößt war, gab ihm die Unabhängigkeit wieder, t

und erhob den Herzog Johann von Braganza, dessen Großmutter die !

Tochter des jüngsten Sohnes Emanuels des Großen gewesen war, i

unter dem Namen Johann IV. (16401656) zum Könige. Die ganzeUmwälzung kostete wenig Blutvergießen, und mit leichter Mühe behaup-tete sich der neue Herrscher, da Frankreich seinen Gegnern die Händeband. Ein Bündniß, das Frankreich mit ihm geschlossen, hätte ihnauch gegen stärkere Angriffe, als Spanien sie jetzt machen konnte, ge-schützt. Außer Catalonien und Portugal hatte Spanien noch ein Gebiet,wo Unzufriedenheit mit seiner Verwaltung einen Versuch zur Losreißunghervorrief. Das Königreich Neapel, das zu den vielen Kriegsunter-nehmungen Spaniens einen großen Theil der Mittel liefern mußte, littunter hartem Steuerdrücke. Im Jahre 1647 brachte eine neue Steuer-Verordnung den Unwillen zum Ausbruche. Der Aufruhr begann auf