und der schwedisch-polnische Krieg.
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fernung noch immer von dem Parlamente gefordert wurde, nach Sedanging, um zum zweiten Male durch seine Entfernung beruhigend zu wir-ken. Dies löschte die Wuth des Bürgerkrieges, und man ersuchte denKönig, in die Hauptstadt zurückzukehren, was zur Folge hatte, daßConds dieselbe verließ und sich mit dem Neste seines Heeres in derChampagne an die Spanier anschloß. Dadurch wurde es sogar möglich,Mazarin zurückkommen zu lassen, den im Jahre 1653 der König selbstvor den Thoren von Paris empfing. So war der letzte Kampf desAdels gegen die Krone beendigt, und Mazarin, der Vertreter der unbe-dingten Negierungsgewalt des Königs, in seiner Herrschaft befestigt.So lange er lebte, behauptete er einen Einfluß auf den König, wodurchdie Regierung von Störung und Schwankung bewahrt blieb, und derKönig zeigte sich durch die Art, wie er seine Gewalt geltend und fühl-bar machte, als gelehrigen Schüler.
20. Der Krieg Frankreichs gegen Spanien hatte im Jahre 1635begonnen, als die Schlacht bei Nördlingcn dem Leiter des französischenStaates Besorgnisse vor einem Unterliegen der schwedischen Waffeneinflößte. Da im Jahre 1621, zur Zeit, als der Waffenstillstand zwischenSpanien und den abgefallenen Niederlanden ablief, der ErzherzogAlbrecht starb, war der Rückfall der südlichen Niederlande an Spanienentschieden, und so blieb es für Richelieu wichtig, ein Unterliegen derNordniederländer zu verhindern. Ein solches war aber zu befürchten,wenn die Schweden in Deutschland unterlagen. Schon im Jahre 1629hatte Ferdinand II. auf der Höhe seiner Macht zu derselben Zeit, alsWallcnstein dem Könige von Polen Hülfe leistete und in Italien derKrieg um Mantua im Gange war, ein Heer unter Moutecuculi nachden Niederlanden geschickt. Dieses hatte durch sein Vordringen gegenAmsterdam die Niederländer, die im vorigen Jahre den Spaniern ander Nordküste von Cuba in der Bucht von Matanzas eine Silberflotteweggenommen hatten, zur Anspannung aller ihrer Kräfte genöthigt.Ebenso sahen sich dieselben von Deutschland aus bedroht, als Moritz'Bruder und Nachfolger Friedrich Heinrich (1625—1647) nach Erobe-rung Venlo's Mastricht belagerte. Pappenheim, der von der Zeit desdänischen Krieges her in Norddeutschland geblieben war, kam im Jahre1632 zum Entsatz dieser Stadt, wurde aber durch Mangel an Mitwirkungder spanischen Heerführer zurückgedrängt und zog sich, während Mastrichtsich ergeben mußte, durch Norddeutschland, um sich mit Wallenstein, dervon Nürnberg kam, zu vereinigen. Bekämpfung Spaniens durch Frank-reich war also nach Richelieu's Plane durchaus nothwendig, da er da-durch Oestreich spanische Hülfe entzog oder östreichische Hülfe nach denNiederlanden lenkte, in jedem Falle aber Schweden günstiger stellte.Seine Kriegserklärung veranlaßte Spanien, auch von Süden her einen