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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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und der schwedisch-polnische Krieg.

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glieder des Parlamentes Gewalt brauchen ließ, erhob sich der Aufstand,den eigennützige Absichten einflußreicher und nach größerem Einflußtrachtender Personen schürten. Es wurde die Freilassung verhafteterParlamentsmitglieder erzwungen. Erschreckt von der Entschlossenheit derGegner, welche mit dem Namen der Fronde oder der Schleuderer be-zeichnet wurden, verließ der Hof die Hauptstadt und unterhandelte vonSt. Germain aus mit dem Parlamente, wobei viele Forderungen des-selben, nur nicht die Aufhebung der zu Erzwingung von Eintragung derVerordnungen aufgekommeneu königlichen Sitzungen, zugestanden wurden.Obgleich aber der Hof jetzt nach Paris zurückkehrte, konnte die Ruhenicht dauerhaft sein, da die Königin der Gelegenheit zum Widerruf derabgenöthigten Zugeständnisse harrte und es auf der entgegengesetztenSeite nicht an Personen fehlte, deren Pläne der Eintritt der Ruhe ver-eitelt hätte. Unter den Gegnern des Hofes war am thätigsten derFlorentiner Paul von Gondi, der nachmalige Cardinal von Retz, welcherdamals neben dem Erzbischöfe von Paris das für den Fall dauernderVerhinderung eines Bischofes von der Kirche gegründete Amt einesCoadjutors bekleidete. Voll von Ehrgeiz, hatte er beim Beginne des,, Aufruhrs, den er nähren geholfen, sich der Königin als Rathgeber un-entbehrlich zu machen gesucht, und als dieser Plan mißlungen war, demHofe in Feindschaft entgegenzuarbeiten beschlossen. Die Königin gewanndagegen einen Verfechter an einem Sprößlinge des Hauses Conde, demdurch Siege in Deutschland und den Niederlanden berühmten Herzogevon Enghien, der nach dem Tode seines Vaters auch den Namen Cond«führte. Seine Absicht, den Unruhen auf dem Wege der Gewalt einEnde zu machen, veranlaßt den Hof, sich heimlich wieder nach St. Ger-inain zu begeben. Es zeigte sich auch in den Provinzen eine für denHof bedenkliche Stimmung, da die Parlamente derselben dem Beispieledes Pariser Parlamentes folgten, und einzelne Parteihäupter, zum TheileStatthalter von Provinzen, Truppen zum Kampfe gegen den Hof sam-melten. Doch der Mangel an Einigkeit unter den Führern hinderteentscheidende Unternehmungen. Das Parlament eröffnete im Jahre1649 Unterhandlungen mit dem Hofe und zeigte eine Mäßigung, welcheden Abschluß eines Friedens erleichterte. Grade wegen dieser Mäßigungkonnte aber der Friede den Adel und das Volk nicht befriedigen.Doch da ein Heer, mit welchem Türenne zu Gunsten der Fronde ausden Niederlanden anrückte, von Mazarin bestochen, auseinanderging,wurde der Widerstand aufgegeben. Dessenungeachtet war die HerrschaftMazarins und der von Richelieu zur Geltung gebrachten Negierungs-grundsätze noch nicht befestigt, fand vielmehr einen neuen Gegner anCondö, der sich nur gegen Parlament und Volk bewaffnet hatte undjetzt Herstellung des Einflusses des Adels, insbesondere für sich den ersten

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