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Dcr dreißigjährige, der ftcui;ös>sch--spa>nsche
Lage waren, ihre Heere von fremden Gebieten ernähren zu lassen.Schon im Jahre 1641 wurden jedoch auf einem Reichstage in Regens-burg, seit langer Zeit dem ersten, die Schritte zur Herbeiführung desFriedens berathcn. Bald darauf fanden auf Betreiben des Königs Chri-stian IV., der jetzt als Vermittler anftrat, in Hamburg Berathungenzwischen Gesandten der drei Mächte statt, und man bestimmte die StädteMünster und Osnabrück als Orte der Unterhandlungen, so daß dcrKaiser und die Neichsstände in Münster mit Frankreich, in Osnabrückmit Schweden unterhandeln sollten. Es dauerte aber, namentlich wegender Schwierigkeiten, welche die von den fremden Mächten geforderte Bc-theiligung der Neichsstände erregte, bis in das Jahr 1642, che derKaiser zu den getroffenen vorläufigen Verabredungen seine Zustimmunggab, und im Jahre 1643 begannen die Berathungen zwar, bezogen sichaber bis in das Jahr 1645 nur auf Vorfragen, so daß erst in diesemJahre die Verhandlungen über den Frieden eröffnet werden konnten.Die Verhältnisse waren so verworren, die Zahl derjenigen, auf welchedie Vereinbarung sich zu erstrecken hatte, so groß, daß die Abwägungdcr Ansprüche von unendlichen Schwierigkeiten begleitet war, und geradedie Größe dcr Schwierigkeiten machte die Bcthciligteu selbst in unteregeordneten Fragen, da Niemand durch vorläufiges Zugeständniß einemVorurtheile zu seinen Ungunstcn Raum geben wollte, so ängstlich, daßman bei der Menge des zu sichtenden Stoffes sich nur mit einer beiFriedensverhandlungen unerhörten Langsamkeit vorwärts bewegen konnte.Alle diese Uebelstände vermehrten sich noch dadurch, daß der unterdessenfortdauernde Krieg jeden Augenblick das, was die Verhandlungen müh-sam aufgebaut hatten, zerstören konnte, wenn er einem der streitendenTheile die Macht gab, auf höheren als den ihm bereits bewilligten For-derungen zu bestehen.
15. Die Schwankungen, welche der Krieg nach Bauers und Bern-hards Tode noch brachte, waren meist für den Kaiser bedrohlicher Art.Schweden hatte immer noch ein Uebergcwicht durch Heerführer, die ausGustav Adolphs Schule hervorgegangen waren, Frankreich hatte erstjüngst mit seinen Heeren den Kampfplatz betreten und war nicht er-schöpft, und unter den mächtigeren Fürsten des Reiches überwog zuletztdas Verlangen, den eigenen Ländern Ruhe zu schaffen, die bundesmäßigeVerpflichtung gegen den Kaiser. Bauers letzte Unternehmung war dcrVersuch gewesen, durch eine rasche Bewegung, mittelst deren er sich ausden Wesergegenden dem ehemaligen Heere Bernhards näherte, mit die-sem den zu Negensbnrg versammelten Reichstag zu überfallen. ZumNachfolger gab ihm Orenstierna einen andern Zögling Gustav Adolphs,Torstenson, der sich zwar seiner Gesundheit wegen in einer Sänfte tra-gen lassen mußte, aber der kühnsten Pläne fähig war und sein Heer in