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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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und der schwedisch-polnische Krieg.

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so vorzugsweise auf den Krieg im Norden gegen Schweden, daß Bern-hard im Westen größere Fortschritte machen konnte. Die Streitkräste,über welche der aus dem Südwesten abgerufene Gallas zu verfügenhatte, wurden noch durch Truppen des Kurfürsten von Brandenburg ver-stärkt, da dieser in den Schweden, weil sic ihn an Besitznahme des imJahre 1637 durch Bogislaws Tod erledigten Pommerns hinderten, setztebenfalls seine Feinde sehen mußte. Nichtsdestoweniger gelang es demschwedischen Heerführer, den kaiserlichen bis nach Böhmen zurückzudrän-ge», und erst im Jahre 1640 befreite des Kaisers Bruder Leopold Wil-helm dieses Land wieder von den Schweden. Im Jahre 1641 starbBauer, der sich aus Böhmen nach den Wesergegenden gewandt hatte,in Halberstadt, und durch seinen Tod war, da Orenstierna schon im Jahre1636 nach Schweden zurückgekehrt war, die schwedische Sache in Deutsch-land ohne einen anwesenden obersten Leiter. Die Zahl ihrer Feindehatte sich indessen um Brandenburg vermindert, da der neue Kurfürst,Georg Wilhelms Sohn Friedrich Wilhelm (16401688) einen Waffen-stillstand gesucht hatte und die Schweden, denen daS brandenburgischeGebiet dadurch nicht für kriegerische Bewegungen gesperrt wurde, gernein so ansehnliches Beispiel des Rücktrittes vom Prager Frieden gegebensahen. Im Südwesten entwickelte Frankreich, das seit der NördlingerSchlacht und dem Prager Frieden das Bedürfniß eines größern Gegen-gewichts gegen den Kaiser gefühlt hatte, größeren Nachdruck, wie esauch gegen Spanien jetzt ernstlicher auftrat. Bernhard war seit demJahre 1639 nicht mehr. Im Jahre 1638 hatte er bei Nheinfelden diekaiserlichen Truppen geschlagen und ihren Führer Johann von Werth,der eigentlich in baierischen Diensten stand, jetzt aber die Stelle des ab-berufenen Gallas einnahm, gefangen genommen. Darauf war die Er-oberung der für diese Gegenden überaus wichtigen Stadt Breisach ge-folgt. Schon betrug sich der Sieger als Herr und Gebieter in allendem Hause Oestreich entrissenen rheinischen Gebieten. Darüber gerietster mit Frankreich, obgleich dieses ihm in seinem Dienstvertrage jene Län-der zugesagt hatte, in Zwist, und als er tödtlich erkrankte, hielt er sichfür vergiftet. Frankreich beeilte sich, sein Heer in eigene Dienste zunehmen, und wenn es seit dem Jahre 1635 mittelst der Dienste Bern-hards offenen und thätigen Antheil an dem deutschen Kriege genommenhatte, so nahm solchen jetzt auch mittelst französischer Heerführer, undda seine Anstrengungen sich bald steigerten, auch mittelst französischerHeere. So groß das Elend Deutschlands war, fühlten sich die streitendenMächte, der Kaiser, Frankreich und Schweden, noch immer geneigt zufortgesetzten Versuchen, durch welche sie das Endergebniß günstig zu ge-stalten hofften. Es war dies fortgesetzte Versuchen auch um so ehermöglich, da der Kaiser größtentheils, die beiden andern völlig in der