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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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und der schwedisch-polnische Krieg.

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die schnellste Bewegung zu versetzen wußte. Während im Westen, theilsam Oberrheine und in Schwaben, theils am Niederrhcine, größtenteilsunter Werths Führung, gegen die Franzosen gekämpft wurde, verfolgte Tor-stenson den Plan, den Krieg in das Herz der östrcichischen Staaten zu ver-setzen. Im Jahre 1642 drang er durch Schlesien nach Mähren vor und schlug,nachdem er sich zurückgezogen, den Bruder des Kaisers und «Piccolominibei Leipzig. Im folgenden Jahre stand er zum zweiten Male in Mäh-ren. Da erhielt aber plötzlich seine Thätigkeit eine andere Richtung,weil der König von Dänemark Anstalten machte, zwischen dem Kaiserund den Schweden mit gewaffneter Hand die beabsichtigte Vermittlungdurchzuftthrcn. In größter Geschwindigkeit eilte Torstenson noch im Jahre1643 aus Mähren nach Dänemark und überschwemmte es bis zum nördlichenEnde, während ein anderes schwedisches Heer in Halland und Schoneneinfiel, und die schwedische Flotte bei der Insel Femern mit der dänischenkämpfte. Den Krieg endete, nachdem er die Dänen das Uebergcwichtschwedischer Waffen hatte fühlen lassen, im Jahre 1645 der zu Bröin-sebro an der Nordostgrenze von Blekingen geschlossene Friede, der denSchiffen Schwedens und aller schwedischen Besitzungen eine unbedingteZollfreiheit für die Fahrt durch die von Dänemark beherrschten Meer-engen gab und die Abtretung der Landschaften Halland, Jämteland undHerjedalen an Schweden bestimmte. Schon im Jahre 1644 hatte Gal-las den Auftrag erhalten, dem schwedischen Heerführer nach Dänemarkzu folgen und ihn an der Rückkehr nach Deutschland zu hindern. Dieswar aber nicht gelungen. Torstenson nahm wieder seinen Weg nachSchlesien, rieb das Heer von Gallas schon auf dem Wege auf und schlugein neues kaiserliches, durch Baiern und Sachsen verstärktes Heer imJahre 1645 in Böhmen bei Jankau unweit Budweis. Die Erblandelagen ihm jetzt offen, und er konnte durch Mähren, wo er sich mit demsiebenbürgischen Fürsten Ragoczy vereinigte, bis an die Donau Vordrin-gen. Schon war der Kaiser, den der Krieg nach Prag geführt hatte,nach Wien zurückgeeilt und flüchtete seine Familie und seine Habe nachGrätz. Doch der Verbündete, den der Schwede gefunden, machte Frie-den mit dem Kaiser, und er selbst sah die Belagerung der Stadt Brünn,deren er zur Festsetzung in Mähren bedurfte, mißlingen, worauf er, vonKrankheit gebeugt, sein Heerführeramt niederlegte und an Wrangel sei-nen Nachfolger erhielt. Während dieses seines letzten Feldzuges hatteder bei der Rückkehr aus Dänemark von ihm mit einer Hceresabthei-lung zurückgelafscne Königsmark durch Eroberung der Bisthümer Bre-men und Verden der schwedischen Macht einen Stützpunkt an der Nord-see verschafft, von wo aus sie in der Folge Dänemark leicht in den Wegtreten konnte. Das neue Glück der schwedischen Waffen bewog denKurfürsten von Sachsen, mittelst eines Waffenstillstandes aus dem Kampfe