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Der dreißigjährige, der französisch-,'panische
Rücktritte von dem schwedischen Bündnisse vorhanden gewesen war, kamder Rücktritt zu Stande, und wo man um jeden Preis in der feind-lichen Stellung gegen den Kaiser beharren wollte, hatte man nur denAusweg, den Schutz, welchen Schweden jetzt nicht gewähren konnte, beiFrankreich zu suchen. Das Erstere geschah im Nordosten, das Letztereim Südwesteu. Würtemberg schloß Namens des Heilbronner Bundesmit Frankreich einen Vertrag, durch welchen diesem für seine Unter-stützung das Elsaß zugesagt worden und die deutschen Verbündeten nichtfür sich mit dem Kaiser Friede zu machen versprachen. Die Entrüstungüber solchen Verrath an dem Vatcrlande machte den Kurfürsten vonSachsen nur um so bereitwilliger, auf die von dem Kaiser gestellten vor-teilhaften Friedensbcdingungen cinzugehcn. Es wurde im Jahre 1635zwischen dem Kaiser und dem Kurfürsten zu Prag ein Friede geschlossen,der dem Letzter» die Lausitz überließ. Der Beitritt zu dem Frieden warfür die protestantischen Ncichsständc innerhalb einer bestimmten Fristoffen gehalten worden. Er erfolgte auch von Seiten so Vieler, daß nurHessen-Kassel, Würtemberg und Baden-Durlach bei Schweden und Frank-reich aushiclten. Namentlich war der Beitritt von Brandenburg wichtig,wo Schwarzenbergs Einfluß wieder maßgebend war. Dadurch wurdefür den Fall deö Aussterbens der pommerschen Herzogsfamilie der An-fall ihres Landes an Brandenburg gesichert. Der Krieg schien sich nunVorzugsweise nach den Nord- und Westgrenzen Deutschlands zu verlegen,da der schwedische Heerführer Bauer durch eine seine Rückzugslinie be-drohende Bewegung kaiserlicher Truppen nach Mecklenburg und Pom-mern gerufen wurde, und Bernhard, der von den Gliedern des Hcil-hronner Bundes nicht die nöthige Unterstützung erhielt, geradezu mitseinem Heere in französische Dienste trat, und Elsaß und Lothringen zumSchauplatze seiner Kämpfe erhielt. Es machten sogar kaiserliche undspanisch-niederländische Truppen von zwei Seiten einen Angriff aufFrankreich. Doch zog sich der Krieg wieder mehr nach dem InnernDeutschlands zurück. Bauer schlug, nachdem er im Brandcnburgischenunter abwechselndem Glücke mit den Kaiserlichen und den Sachsen ge-kämpft, deren vereinte Kriegsmacht im Jahre 1636 bei Wittstock in derPriegnitz. Der Feldzug gegen Frankreich hatte ungeachtet des siegreichenVordringens des Cardinal-Jnfanten, der die Somme überschritt undParis in Schrecken setzte, nicht den erwünschten Erfolg, da Gallas mitseinem Vordringen in Burgund nicht glücklich war, so daß im Jahre1637 Bernhard wieder über den Rhein gehen konnte. Ehe dies ge-schah, war im Jahre 1637 auf Kaiser Ferdinand II. sein Sohn Ferdi-nand III. gefolgt, den im vorhergehenden Jahre ein nach Ncgensburgberufener Kurfürftentag als Nachfolger anerkannt hatte.
14. In den nächsten Jahren verwandte der neue Kaiser seine Kräfte