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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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und der schwedisch-polnische Krieg.

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Kaiser, für den, und dem Feinde, gegen den er kämpfen sollte. SeineSorge, sich auch ohne den Kaiser den Preis seiner Bemühungen unddas Ziel seiner Wünsche zu sichern, trieb ihn zu immer verdächtigerenSchritten, und diese Schritte steigerten den gegen ihn bestehenden Arg-wohn so sehr, daß derselbe ihm immer fühlbarer wurde und er im An-denken an seinen früheren Sturz sich nun immer mehr dem Kaiser ent-fremdete. Seine Hoffnung, auch ungeachtet etwaniger Vorkehrungen desHofes sich zu behaupten, beruhte auf dem Heere, in welchem allerdingsViele bloß ihm verpflichtet zu sein glaubten. Als im Jahre 1634 zuPilsen, wo er die Führer des Heeres versammelt hatte, die Forderungdes Kaisers, sogleich sich gegen den Feind zu wenden, an ihn gelangte,erklärte er, den Oberbefehl niedcrlegen zu wollen, und auf die Bitte derFührer erklärte er sich zum Aufgeben dieses Entschlusses bereit, wennauch sie sich zur Treue gegen ihn verpflichten wollten. Der Hof ahnteden nahen Ansbruch einer Empörung, der Kaiser erklärte den Feldherrnfür abgcsctzt, und dieser bestätigte den ihm gemachten Vorwurf des Ver-rathcs dadurch, daß er den Herzog Bernhard bat, sich in Eger mit ihmzu vereinigen. Indessen hatten die dem Kaiser ergebenen Führer imHeere Anstalten getroffen, die Wirkung von Wallensteins Schritten aufeinen möglichst kleinen Theil des Heeres zu beschränken. Mit geringemAnhänge erreichte er daher Eger, und hier ereilte ihn seine Strafe, in-dem er, man weiß nicht, auf wessen Antrieb und Befehl, durch Veran-staltung eines der Führer aus seinem Gefolge ermordet wurde, nachdemman dasselbe Loos seinen nächsten Vertranten bereitet hatte. Der Kaiser,den der Untergang des Feldherr» zu Thräncn rührte, gab von dessenGütern der hintcrlasscnen Gattin einen Wittwensitz in Schlesien, zog dieübrigen ein und verwandte einen Theil derselben zur Belohnung der-jenigen, welche bemüht gewesen waren, die von dem Ermordeten herbei-gcführte Gefahr abzuwendcn.

13. Nach Wallensteins Tode trat des Kaisers Sohn Ferdinand,der schon zum Könige von Ungarn gekrönt worden war, an die Spitzeder kaiserlichen Heere, und ihm zur Seite stand Gallas, der sich Wal-lenstcin gegenüber durch Treue gegen den Kaiser ausgezeichnet hatte.Das kaiserliche Heer unternahm jetzt die zu Wallensteins Lebzeiten ver-geblich ersehnte Belagerung von Negensburg, und obgleich BernhardVerstärkungen hineinwarf, vollbrachte es in Verbindung mit baierischenund spanischen Truppen die Eroberung. Darauf schlug dasselbe Heer,nachdem der Bruder des Königs Philipp IV., der Cardinal-Jnfant ge-nannt, auf seinem Wege von Mailand nach den seiner Verwaltung über-gebenen Niederlanden dazu gestoßen war, das Hauptheer der Schweden unterBernhard und Horn noch im Jahre 1634 bei Nördlingen. Diese Erfolgeveränderten die ganze Lage der Dinge. Da, wo bisher Neigung zum