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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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Der dreißigjährige, der französisch-spanische

Pfalz und der Stadt Regensburg, und ein spanisches Hülfsheer, das derStatthalter von Mailand, Herzog von Feria, über die Alpen geführthatte, brachte keinen Umschwung hervor. Wallenstein aber rechtfertigtenicht die Erwartungen, um derentwillen der Kaiser seine Hülfe so theuererkauft hatte. Nach der Schlacht bei Lützen war er seine Winterrnhein Böhmen anstatt in Sachsen zu suchen genöthigt. Er ließ in Pragein Kriegsgericht über solche Führer im Heere halten, die nach seinerMeinung das Unglück bei Lützen verschuldet hatten. Im Jahre 1633wandte er sich, nachdem er sein Heer wieder ergänzt hatte, nach Schle-sien, wo schwedische, sächsische und brandcnburgische Truppen standen. Eszeigte sich in seiner Kriegführung kein Nachdruck, und als es ihm ge-lang, die schwedische Heeresabtheilung, die von dem Grafen Thurn be-fehligt wurde, bei Steinau zur Ergebung zu zwingen, fand man es inWien seltsam, daß er den Führer des Heeres, der so Vieles gegen Oest-reich verbrochen hatte, entließ. Es schien nun seine Absicht, die beidenKurfürsten von den Schweden zu trennen, und während er einen Theilseines Heeres unter Holk, der durch seine Verheerungen sich einen Na-men machte, Sachsen überschwemmen ließ, zog er sich an der Oder hinabund näherte sich Berlin. Jener Zweck wurde aber, so sehr er sich dieKurfürsten umzustimmen bemühte, nicht erreicht. Da inzwischen Regens-burg, das Bollwerk Baierns, in der Schweden Hände gefallen war, er-hielt er vom Kaiser den Auftrag, dem bedrängten Kurfürsten Maximi-lian zu Hülfe zu eilen. Er kam rasch bis zur Oberpfalz, ließ auch eineHeeresabtheilung in Baiern einrückeu, wandte sich aber Plötzlich nachBöhmen zurück, so daß er dem Verdachte Raum gab, als wolle er denKurfürsten durch Verlängerung seiner Bedrängniß auch jetzt noch seineRache fühlen lassen. Seine Thätigkeit war gelähmt, da er bei seinerzweiten Erhebung znm Oberbefehl in eine durchaus falsche Stellung ge-treten war. Seine Feldzüge hatten kein Ergebniß geliefert, er war indie kaiserlichen Erbländer zurückgedrängt und mußte befürchten, daß demKaiser der endliche Sieg nicht bleiben, daß demselben daher auch dieGelegenheit zu Erfüllung der ihm gegebenen Zusagen fehlen würde.Dabei fühlt er sich als eine der au dem Kriege betheiligten Mächte, undbeginnt, um sich für jeden Fall Wege zu seinem Ziele offen zu halten,Unterhandlungen mit Franzosen und Schweden, entwickelt aber so wenigeinen Plan, daß man ihm nicht traut. Da nun am kaiserlichen Hofenothwendig ein Mißtrauen gegen den mit gefährlicher Macht bekleidetenund selbstische Zwecke verfolgenden Feldherrn herrschen mußte, beobach-tete man ihn um so schärfer, als die Geringfügigkeit der durch ihn er-zielten Erfolge und eine, wie man glaubte, absichtliche Unthätigkeit großeBedenken erregte. Zweideutig, wie seine Stellung zwischen der einesHerrschers und der eines Unterthans war, wurde sie auch zwischen dem