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Dcr dreißigjährige, der französisch-spanische
lichung von Plänen, wie sie der Schwedenkönig hatte, als in der Her-stellung der kaiserlichen Gewalt. Eine Schwächung des Reiches, oderwie es in den Kundgebungen hieß, Schutz für die Rechte der Neichs-fürstcn, war das Ziel der französischen Bestrebungen, und je mehr dieschwedische Macht in Deutschland an die Stelle dcr gefürchteten kaiser-lichen zu treten schien, desto mehr mußte Vorsorge getroffen werden,auch zu ihrer Schwächung die Mittel bereit zu haben. Doch blieb für jetztMaximilian noch hauptsächlich auf dasjenige angewiesen, was der neuekaiserliche Feldherr thun würde. Dieser eröffncte den Krieg damit, daß erdie Sachsen aus Böhmen warf. Statt aber jetzt sich nach Baiern zuwenden, ließ er, wie es schien, den Baierfürsten daö entgelten, wasdieser auf dem Regensburger Fürstentage gegen ihn gethan. Indessenbefreite Wallenstein Baiern von den Schweden dadurch, daß er eineStellung bei Eger nahm und so die Rückzugslinie des Feindes bedrohte.Gustav mußte nach Nürnberg zurückgehen, und während er sich hierverschanzte und die Ankunft von Verstärkungen abwartete, lagerte sichWallensteiu, durch Maximilian verstärkt, in seiner Nähe in der Art, daßer ihm und der Stadt Nürnberg die Zufuhr abschneidcu konnte. DerKönig wagte, da die Noth ein längeres Bleiben nicht gestattete, mitseinem inzwischen angewachsencn Heere einen Sturm auf WallensteinsVerschanzuugen, der kein Ergebniß hatte. Endlich verließ der Königsein Lager, um durch einen Marsch nach Baiern den Feind nach sich zuziehen. Wallenstein brach auch sein Lager ab, und während Maximilian,von ihm getrennt, sein Land gegen die Schweden zu decken suchte, ge-dachte er, Sachsens Bünduiß mit Schweden zu lösen. Dadurch wurdeGustav zur Umkehr bewogen. Wallcnstein zog Pappcuhcim, der sichnoch immer in den Elbegegenden bewegt hatte, an sich, da aber die Jah-reszeit weit vorgerückt war, schickte er sich an, während der König sichbei Naumburg verschanzte, sein Heer in die Winterruhc zu führen, undentließ Pappenhcim, um Köln, daö von Schweden und schwedischen Ver-bündeten belagert wurde, zu entsetzen. Doch jetzt näherte sich Gustavseinem Gegner, um ihn anzugreifen. Wallenstein wurde, obgleich derzurückgerufene Pappenheim während des Kampfes cingetroffen war, beiLützen besiegt. Die Schweden erkämpften diesen Sieg, als ihr Königschon gefallen war, und Pappenheim, der erst nach dessen Tode dasSchlachtfeld erreichte, fand den Tod in dem vergeblichen Bemühen, ihmim Kampfe zu begegnen.
11. Gustav Adolph hinterließ eine minderjährige Tochter Christine,die gemäß einer früher schon von ihm getroffenen Anordnung jetzt alsKönigin gekrönt wurde, und statt deren ein Neichsrath die Führung derRegierung übernahm. Für Deutschland, wo man den Krieg mit allerAnstrengung fortzusctzen entschlossen war, trat Gustavs Kanzler Oxen-