und der schwedisch-polnische Krieg.
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> Umwälzung des Landes bewirkte, da er die Eroberung nur zu eigenemSchutze gemacht haben wollte und sie nach Beendigung des Krieges zu-rückzugeben gedachte. Gustav selbst dachte an eine Umwälzung Deutsch-lands gleich der, welche die Niederlande erfahren hatten. Die Lösungdes Bandes, welches die Fürsten an den Kaiser knüpfte, und die Be-gründung einer eigenen Hoheit über dieselben erschienen ihm als dieMittel dazu. Um aber für denjenigen Theil Deutschlands, den er demKaiser würde entreißen können, eine gleich feste Stellung, wie dieser, zuhaben, beabsichtigte er, aus den Ländern der geistlichen Fürsten am Mainund am Mittelrhein sich ein besonderes Gebiet zu bilden. Nach diesenGegenden richtete er daher seinen Lauf, während zugleich anderswo ein-zelne Heerhaufen beider Parteien einander mit wechselndem Glücke be-kämpften. Das folgende Jahr mußte darüber entscheiden, wie weitGustav dem deutschen Reiche eine neue Gestalt würde geben können.Tillp stand mit einem neuen Heere im Felde und rückte bis Bambergvor. Da der König nun aus den Nheingegenden hierher zurückkam,zog sich der Krieg nach Baicrn, und den Schweden fiel unweit derMündung des Lech bei dem Städtchen Rain ein zweiter Sieg zu, derihnen ganz Baiern mit Ausnahme von Ingolstadt und Regensburg preis-gab und dem deutschen Feldherrn das Leben kostete. Allenthalben imReiche wurde jetzt gekämpft und allenthalben hatten die Schweden dasUebergewicht. Der Kaiser hatte schon nach der Schlacht bei BreitenfeldUnterhandlungen mit Wallenftein angeknüpft, um an diesem einen neuenHeerführer und durch ihn ein neues Heer zu gewinnen. Wallenftein,der seit seinem Rücktritte in Prag mit königlicher Pracht gelebt hatte,
! zeigte sich Anfangs abgeneigt, um die Höhe des Preises, für welchen eri dem Kaiser auf's Neue dienen wollte, zu steigern. Endlich, als er einneues Heer gebildet und in Mähren in Quartiere gelegt hatte, stellte er! es dem Kaiser zur Verfügung, und es begannen neue Unterhandlungenwegen des Oberbefehls. Wallenftein stellte die ausschweifendsten Be-dingungen. Doch so sehr dieselben den kaiserlichen und fürstlichen Rechtenzuwiderliefen, genehmigte sie der Kaiser, und sah nun an die Spitze einesneu geschaffenen Heeres einen Befehlshaber mit der unumschränktestenGewalt treten, dem alle Kriegömittel zur Verfügung standen, dessen An-ordnungen weder durch Neichskammergericht noch durch Neichshofrathgehindert werden konnten, dem die kaiserlichen Erblande jederzeit zumRückzuge offen stehen mußten, dem nach dem Kriege Mecklenburg unddie Oberlehnsherrschaft über die von ihm eroberten Länder verliehenwerden sollten. Kurfürst Maximilian, welcher in der letzten Zeit durchden Gang des Krieges in große Bedrängniß versetzt worden war, hattesich inzwischen auf Verhandlungen mit Richelieu eingelassen. Die Staats-kunst des Franzosen fand ihre Rechnung ebensowenig in der Verwirk-
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