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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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Dcr dreißigjährige, der französisch-spanische

durch welche die Verbindung mit Schweden hätte unterbrochen werdenkönnen. Aufenthalt verursachten auch die Unterhandlungen mit demKurfürsten von Brandenburg, in dessen Umgebung einer zum Anschlüssean Schweden geneigten Partei sein erster Nath, der Graf Schwarzen-berg, siegreich mit dem Grundsätze pflichtmäßigen Anschlusses an dasReich gegenüberstand. Der Nachdruck, den Gustav seinen Forderungendurch drohende Haltung gab, führte endlich zu einem Bündnisse, dessenZweck gemeinschaftliche Verthcidigung der protestantischen Sache war. Nach-dem schon ein Thcil des Jahres 1631 verflossen war, vernahm dcr König,noch ehe er die Elbe hatte überschreiten können, den Fall Magdeburgs.Die Hoffnung auf die Hülfe des Königs, der ihnen einen Befehlshabergegeben und baldigsten Entsatz zugesagt, hatte die Bewohner in demEifer des Widerstandes bestärkt. Aber ehe er so manche ihm entgegen-stehende Hindernisse überwunden, hatte Tilly's Heer die Stadt erstürmt.Einer gräßlichen Rache, die das von keinem Zügel mehr zu bändigendeKriegsvolk übte, erlag der größte Theil der Bevölkerung, und ein zu-gleich wüthender Brand verzehrte die Stadt mit Ausnahme der Dom-kirche. Trauernd sah der edle Feldherr die Verwüstung, in der auchdie für Fortsetzung des Krieges gehofften Hülfsquellcn zu Grunde ge-gangen waren. Der König hatte nun das Land an der untern Oder,der Warthe, der untern Elbe und der Havel in seiner Gewalt und setztedie vertriebenen mecklenburgischen Herzoge in ihre Länder ein. Für denFortgang des Krieges war das Verhalten des Kurfürsten von Sachsenvon der größten Wichtigkeit. Einzelne protestantische Fürsten, die Her-zoge von Lauenburg und Lüneburg, sowie der Landgraf Wilhelm V. auöder Kasseler Linie des seit Philipps Tode in eine Kasseler und eineDarmstädter Linie verzweigten hessischen Hauses, hatten sich dem frem-den Eroberer angeschlossen, ein Mitglied der Ernestinischcn Linie desHauses Sachsen, Herzog Bernhard von dem Weimar'schen Zweige der-selben, sogar Kriegsdienste bei ihm genommen. Der Kurfürst von Sachsenhatte eine Versammlung protestantischer Rcichsstände im Jahre 1631nach Leipzig berufen, und hier waren zum Schutze gegen kaiserliche For-derungen Rüstungen verabredet, die Anträge des schwedischen Königsdagegen abgewiesen worden. Da aber Tillp nach Eroberung Magde-burgs den Landgrafen von Hessen-Kassel angegriffen hatte und nun, durchGustavs Fortschritte nach der Elbe zurückgerufen, den Kurfürsten vonSachsen wegen der Rüstungen des Leipziger Bundes angriff, war dieserrasch entschlossen, sich den Schweden in die Arme zu werfen. Die Folgewar eine Schlacht bei Breitenfeld unweit Leipzig, in welcher die Schwe-den und Sachsen über Tilly siegten. Den gewonnenen Vortheil durchAngriff auf das offen daliegende Böhmen zu verfolgen, überließ Gustavseinem Bundesgenossen, der in Prag einzog, jedoch keine eigentliche