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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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und der schwedisch-polnische Krieg.

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; zösischen Herzogthums Revers gekommen war. Ein Friede, der zu! Chicrasco im Jahre 1631 geschlossen wurde, nöthigte den Kaiser, derfranzösischen Linie der Gonzaga die Belehnung mit Mantua und einemTheile Montferrats zu ertheile», während ein anderer Theil von Mont-serrat den Staaten des Herzogs von Savoyen einverleibt wurde. Ri-chelieu war es auch, der den Schwedeukönig als Gegner des Kaisersin das Feld gerufen hatte und der durch Unterstützung dem Unternehmendesselben Nachdruck gab. Wie er ihm durch den Waffenstillstand mitPolen die Hände für den Krieg in Deutschland frei gemacht, lieferte erihm die Mittel zu dessen Führung, indem er ihm im Jahre 1631 durchförmlichen Vertrag ein Jahrgeld znsagte, wofür sich der König verpflich-tete, sein Heer in einer bestimmten Stärke zu erhalten.

10. Es begann, nachdem der Krieg zwölf Jahre gedauert, eineneue Zeit desselben, da ein regsamer, kluger und tapferer Fürst, begleitetvon Kriegern und Führern, denen seine früheren Kriege unter seinerLeitung eine Schule gewesen, dem Kaiser die errungenen Vortheile zuentreißen kam. Wie wenig es der allgemeinen Stimmung der prote-stantischen Fürsten entsprach, ihre Religionsfreiheit, zu deren Wahrungschon erfolgreiche Schritte gegen die Restitution geschehen waren, durchden fremden Eroberer vertheidigcn zu lassen, oder ihre fürstlichen Rechte,wie es von Frankreich aus zu heißen Pflegte, durch ausländische Hülfegegen den Kaiser zu wahren, das zeigte sich an der Mühe, die es denKönig kostete, die Hülfe derjenigen zu gewinnen, zu deren Beschirmunggegen kaiserliche Nebermacht er gekommen zu sein behauptete. Gebiete-^ risch verlangte der König, nachdem er bei der Peenemündung gelandets war, von dem Herzoge Bogislaw von Pommern Einlaß in Stettin,den dieser nicht weigern konnte. Dadurch hatte er zugleich den Kur-fürsten von Brandenburg, den Bruder seiner Gemahlin, von sich abge-wendet, da Pommern nach einem Erbvertrage an Preußen fallen sollteund die unverkennbare Absicht, durch Pommern die schwedischen Be-sitzungen an der Küste zu ergänzen, auch den Vortheil Brandenburgssehr nahe bedrohte. Wie es sich zeigte, daß Mecklenburg das nächsteZiel der schwedischen Bewegungen sein würde, brach Tilly, der jetzt ligi-stischer und kaiserlicher Heerführer zugleich war, dorthin auf. Doch alsder König sich nach der Oder zurückwandte, begab er seinerseits sich gegendie Elbe, um die Stadt Magdeburg, welche die Aufnahme kaiserlicherBesatzung verweigert und wo der Verwalter des Erzbisthums, ein Oheimdes Kurfürsten von Brandenburg, sich der Restitution widersetzt hatte,zu erobern und so einen wichtigen Waffenplatz dem Feinde zu entziehenund sich zu sichern. Langsam gewann indeß der König Boden, da vieleStädte bis an die Seelüfte hin kaiserliche Besatzung hatten und dieVorsicht es erheischte, keine feindlichen Streitkräfte im Rücken zu lassen,

Kiesel, Weltgeschichte. II. Hg