und der schwedisch-polnische Krieg.
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stimmte. Bisher hatte die Liga den Kampf gegen die Feinde des Kaisers,der Kirche und der Neichsordnnng allein geführt, und dadurch war siedie leitende Macht in Deutschland geworden, hinter welche der Kaiserso sehr zurücktrat, daß er gegenüber jenen abenteuerlichen und räuberi-schen Häuptern der Gegenpartei sein kaiserliches Amt nicht mit Nach-druck ausübte. Mangel an Mitteln hinderte ihn, neben der Liga ent-scheidend aufzutreten. Ein reicher böhmischer Edelmann, der sich schonin dem frianlischen, in dem böhmischen und in dem ungarischen Kriegeausgezeichnet hatte, Waldstein oder Wallenstein, faßte den Entschluß, fürden Kaiser in der Art Krieg zu führen, wie es bisher gegen denselbengeschehen war. Schon in den Neichsfürstenftand erhoben und nach derböhmischen Herrschaft Friedland genannt, gedachte er auf jenem Wegedas Ziel landesherrlicher Macht zu erreichen, das den gesetzlos umher-stürmcnden Heerführern entfloh. Er erbot sich, dem Kaiser auf eigneKosten ein Heer zu stellen, wenn man ihm den unbeschränkten Oberbe-fehl übertragen wolle und ihm für die Zeit nach dem Kriege Entschä-digung durch eroberte Länder verspreche. Bei der Bedenklichkeit, dieein solcher' Plan erregen mußte, gedachte man ihn auf zwanzigtausendMann zu beschränken, doch seine Absichten erheischten ein großes Heer,das stark genug war, die Mittel zu seiner Unterhaltung mit Gewalt zunehmen. Der Kaiser ging auch so auf das Anerbieten ein, und derunter den Kriegsleuten bekannte Name des Führers zog nach denPlätzen, wo er werben ließ, Schaaren von solchen, die der Krieg schonzum Kriegsleben erzogen hatte, und voll solchen, die der Kriegsdienstdurch seine Ungebnndenheit und die Aussicht reichlichen Lohnes lockte.Dadurch bereiteten sich ganz neue Verhältnisse vor. Die Noth derLänder mußte sich vervielfältigen durch das Erscheinen eines neuen Heeres,dessen Führer durch das kaiserliche Ansehn nur wenig beschränkt war,und die Mittel des Unterhaltes, wo er sie fand, erpresse», also Freundund Feind gleichmäßig drücken mußte. Zugleich brachte jenes Unter-nehmen eine Veränderung in dem Verhältnisse des Kaisers zur Ligahervor. Die für den Kaiser auftretende Macht verringerte die Bedeu-tung der Liga und drohte dem Haupte derselben diejenigen Vortheilezu entreißen, die es für sich von seinem bisherigen Verfahren erwartenmochte. Erhielt so der Kaiser für den Augenblick Mittel, welche ihnzu Herstellung der kaiserlichen Gewalt in vollem Maße zu befähigenschienen, so forderte seine rasch wachsende Macht, nachdem die prote-stantische Partei aus dem Felde geschlagen war, seine bisherigen Bun-desgenossen, die katholischen Neichsfürsten, auf zur Wahrung ihrerStellung und ihrer im Laufe der Zeit auf Kosten des Kaiserthums er-worbenen Rechte.
8. Der Krieg, den König Christian gegen Tills) im Jahre 1625