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Der dreißigjährige, der französisch-spanische
Auftreten gegen den Kaiser gewonnen, nnd es kam deshalb zwischen dendrei auswärtigen Mächten ein Bündniß zu Stande, dessen Beschlüsse -der König von Dänemark ausführen sollte, während Mansfeld undChristian von Braunschweig in den Stand gesetzt wurden, für denselben !Zweck neue Söldnerschaaren zu werben. Diese Vorgänge kamen denAbsichten Nichelieu'ö entgegen, den Kaiser an der Wiederherstellung desKaiscrthums zu hindern. Durch ihn betheiligte sich Frankreich mittelstZusage von Gelduntcrstützungen an den unmittelbar gegen den Kaisergerichteten Unternehmungen, sowie an dem nach Ablauf des Waffenstill-standes erneuerten Kampfe der Niederländer gegen Spanien. GegenSpanien und dadurch zugleich auch gegen Oestreich war Richelieuschon in Italien in einer Weise ausgetreten, welche zeigte, wie aufmerk- ^
sam er die Schritte dieser beiden habsburgischen Staaten verfolge und !
wie sorgfältig er jede Vergrößerung ihrer Macht zu hindern suche. DieBewohner des oberen Thalcs der Adda, des Veltelin, hatten sich vondem Staate Graubünden, von dem sie als Katholiken Religionsbe-drückung zu erleiden gehabt, mit Gewalt getrennt, und die Spanierhatten von Mailand aus diese Losrcißung unterstützt und ihrerseits dasThal in Besitz genommen, sowie auch Graubündcn gcnöthigt, das obereInnthal, das Engadin, an Oestreich abzutreten. Diesen Gebietszu-wachs, der zugleich eine bequeme Verbindung der spanischen Besitzungenin Oberitalien mit den östreichischen Besitzungen herstelltc, hatte Richelieuzu einer Verbindung mit Savopen und Venedig veranlaßt, durch welcheOestreich und Spanien zum Aufgcbcn jener neuen Erwerbungen ge-nöthigt wurden und Graubünden seinen vorigen Umfang wieder erhielt.Ungeachtet solcher Aussichten gestalteten sich die feindlichen Kräfte, diesich zusammcnzogcn, für den Kaiser noch nicht zu einer unbedingtenUebcrmacht, da der gefährlichste der Feinde, der Cardinal Richelieu, mitBekämpfung der Hugenotten noch nicht genug vorgeschritten war, umalle Kräfte Frankreichs für jenen Zweck in Bewegung zu setzen. DenHauptgegner hatte der Kaiser für jetzt an dem Könige von Dänemark,den die Fürsten des niedersächsischen Kreises, damit er ihre bedrohteReligionsfreiheit schütze, zum Kreisobersten ernannten. Seine Bewegun-gen sollten durch Mansfeld und Christian von Braunschweig unterstütztwerden, die in den Niederlanden gelandet und in das Clevische Gebieteingcdrungen waren. Vergeblich hegten die Verbündeten die Hoffnung,daß der Kurfürst von Brandenburg, Johann Sigismunds Sohn GeorgWilhelm, sowie der Kurfürst von Sachsen, zu ihnen treten würde.
7. Der neue Zeitraum des Krieges, den man wegen der Bethei-ligung des Königs von Dänemark den dänischen nennen kann, begannim Jahre 1625. In demselben trat auf katholischer Seite eine Persön-lichkeit hervor, welche für längere Zeit den Charakter des Krieges be- !