und der schwedisch-polnische Krieg.
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Mansfeld wiederholte, erlitt er von dem Gegner eine Niederlage beiHöchst, unweit Frankfurt. Jetzt verzweifelte Friedrich an seiner Sache.Lilly eroberte die Pfalz von Neuem, und der Herzog Maximilianschenkte dem Papste die erbeutete kostbare Büchersammlung von Heidel-berg. Die beiden Abenteurer Mansfeld und Christian von Braunschweigsuchten, gleichviel welcher Sache sie dienen möchten, in den Dienst einerkriegführenden Macht zu kommen, und fanden solchen, nachdem der Kaiserihre Anerbietungen verschmäht hatte, bei den Niederländern. Doch dieArt ihrer Kriegführung ließ sie auch dort keine dauernde Stellungfinden, und im Jahre 1623 erschienen sie wieder im nordwestlichenDeutschland. Die Stände des niedersächsischen Kreises suchten Christiandadurch unschädlich zu machen, daß sie ihn in ihren Dienst nahmen.Doch er konnte sich unmöglich einem höheren Ansehn fügen, und da erdem niedersächsischen Kreise den Dienst aufkündigte, rückte Lilly in denKreis ein und zersprengte sein Heer durch die Schlacht, die er ihm beiStadtlohe in dem Bisthume Münster lieferte. Mansfeld, der sich alleinnicht halten zu können glaubte, entließ seine Truppen. Mittel zu fer-neren Unternehmungen zn gewinnen, ging Christian nach Paris, woman ungern die Kriegsflammc in Deutschland erlöschen sah, und Mans-feld nach London, wo der Hof schon durch die Verwandtschaft mitFriedrich zu einer Theilnahme an den deutschen Händeln aufgefordertschien. Ihre augenblickliche Entfernung vereitelte auch eine Unterneh-mung des in Ungarn gegen den Kaiser rastlos thätigen Bethlen Gabor,der in der Erwartung, die Streitkräfte des Kaisers durch jene Verbün-deten beschäftigt zu sehen, an die Grenze Mährens gerückt war, sich nunaber zu einem Frieden mit dem Kaiser verstehen mußte.
6. Je unbestrittener jetzt die Macht des Kaisers dazustehen schien,desto mehr fühlten die auswärtigen Mächte, welche bisher dem Gangeder Dinge in Deutschland aufmerksam gefolgt waren, sich zum Ein-greifen aufgcfordcrt. Im Nordwestcn Deutschlands waren die Prote-stanten aufgeregt durch das Verbleiben der ligistischen Truppen und durchdie Verfügungen, welche Lilly in Betreff geistlicher Stellen, die ihrerEinkünfte wegen an Protestanten übergcgangen waren, zu Gunsten derKatholiken traf. Diese Aufregung knüpfte den König von Dänemarkfester an die Sache, deren Unterliegen man fürchtete. Er war durchTilly's Maßnahmen in seinem Vortheil bedroht, da seine Einmischungin die deutschen Angelegenheiten eine ganz eigennützige war und füreine Ausbreitung dänischer Herrschaft den Plan verfolgte, deutsche Bis-thümer an Mitglieder seines Hauses zu bringen, woraus dann dänischeFürstenthümer werden sollten. Während so der Vortheil der Ständedes niedersächsischen Kreises und der Vortheil Dänemarks zusammcn-fielen, wurden auch die Niederländer und der König Jakob für ein