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Der dreißigjährige, der französisch-spanische
zelne Führer übrig, welche die in Böhmen ausgelöschte Kriegsflammeanderswo von Neuem entzündeten, weil sich günstige Gelegenheit zeigte,im Kampfe für die von der Union aufgegebene Sache die Begründungder von dem Kaiser und der Liga angeftrcbten Ordnung zu verhindern.Noch war genug Kriegsvolk im Reiche zu werben, das sich bereit fand,unter abenteuerlustigen Führern die Mittel seines Bestehens zu erkämpfen.Während Christian von Anhalt, den mit seinem gestürzten König dieAcht getroffen, die Verzeihung des Kaisers suchte und erhielt, bliebMansfeld unter den Waffen und erstanden als ähnliche Kricgcshäuptcrder Markgraf Georg Friedrich von Badcn-Durlach und des regierendenHerzogs Friedrich Ulrich von Brannschweig Bruder Christian, Verwalterdes Bisthums Halberstadt. Mansfeld, durch Herzog Marimilian ausder Oberpfalz getrieben, zog, die geistlichen Fürsten brandschatzend, durchFranken an den Rhein, warf sich, von Tilly verfolgt, in das Elsaß,ging mit Friedrich, der in der Hoffnung, durch ihn seine Sache wiederaufzurichten, sich bei ihm cingefunden hatte, bei Gcrmersheim über denRhein zurück und schlug Tillp im Jahre 1622 bei Wisloch. Jetzt er-schien für gleichen Zweck der Markgraf von Baden im Felde. Dochkonnte er mit ManSfeld nicht zu dem Einverständnisse kommen, welcheszu erfolgreichem Kampfe gegen den Fcldherrn der Liga nöthig gewesenwäre. Kaum hatte er sich mit Mansfeld vereinigt, als er sich auch wie-der von ihm trennte, und von Tillp, der schon bis nach Heilbronn zurück-gegangen war, bei Wimpfen geschlagen wurde, worauf er seine Kriegs-laufbahn endete. Vorher schon war in den niedersächsischen Landen dieSache Friedrichs Gegenstand von Besorgnissen geworden, da man nachder Kunde von des Kaisers Verfahren in Böhmen auch für den NordenDeutschlands eine Störung des durch die Kirchentrennuug gebildeten Be-sitzstandes fürchtete. Schon im Jahre 1621 hatte deshalb in der hol-steinischen Stadt Segebcrg, unweit Lübeck, eine Versammlung stattge-funden, an welcher Friedrich und König Christian IV. von Dänemark,sowie niederländische, schwedische und englische Abgeordnete und eine An-zahl protestantischer Fürsten aus dem Norden Deutschlands Theil nahmen.Die Berathungen, die hier begonnen worden, waren auf eincr gleichdarauf in Lüneburg gehaltenen Versammlung von Ständen des nieder-sächsischen Kreises weiter fortgesetzt worden. Doch die auf beiden Ver-sammlungen besprochene Wiedereinsetzung Friedrichs kam nicht zur Aus-führung. Der Aufbruch Christians von Braunschweig war die einzigeFolge, die sich an jene Vorgänge knüpfte. Ein sittenloser Führer wilderSchaaren trug er Brand und Plünderung durch die nordwestlichen Lande,hauptsächlich von geistlichen Gütern sich erhaltend und Geistliche grau-sam mißhandelnd. Als er nicht lange nach der Schlacht bei Wimpfeneinen vorher schon durch Tilly vereitelten Versuch zur Vereinigung mit