und der schwedisch-polnische Krieg.
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einen Frieden derselben mit der Liga zu vermitteln, der sich aber aufdie böhmischen Angelegenheiten nicht erstreckte. Das Heer der Unionzog sich nach der Pfalz, um die rheinischen Erblande des neuen Böhmen-königS gegen den von den Niederlanden her anrückenden Spinola zudecken, löste sich aber bald ganz auf. Der Herzog von Baiern dagegenerschien mit dem Heere der Liga, welches unter ihm der ebenso fromme,
^ edle und milde, als kriegstüchtige Niederländer Tillp befehligte, inOberöstreich, wo die Stände, welchen der Kaiser vergeblich gegen diei Huldigung Bestätigung von Privilegien geboten hatte, jetzt ohne alle! Versicherung sich unterwerfen mußten. Die Stände von Niedcröstreichwaren schon vorher zur Huldigung, bei welcher ihnen Bestätigung ihrerPrivilegien zu Theil wurde, durch das Herannahen eines Kosakenheeresbewogen worden, welches dem Kaiser der König Sigismund, der Ge-^ mahl seiner ältesten Schwester, zugesandt hatte. Nun wandte sich der
! Krieg nach Böhmen. Hier hatte Friedrich sich durch Vergnügungssucht
s verächtlich und durch Ausbreitung des Calvinismus verhaßt gemacht.
! Seine Vorschläge zu Unterhandlungen wurden abgewiesen, und die ligi-
stischen und östreichischcn Truppen gingen, um den Krieg rasch zu be-endigen, auf Prag los, während der Kurfürst von Sachsen die Lausitzbesetzte und die Hülfe, die Friedrich auS Schlesien hätte an sich ziehenkönnen, abschnitt. In der Nähe von Prag, auf dem weißen Berge,erlitt Friedrichs Feldherr, Christian von Anhalt, noch im Jahre 1620eine entscheidende Niederlage. Friedrich eilte von Prag nach Breslau,konnte aber die Schlesier nicht hindern, mit dem Kurfürsten von Sachsenzu unterhandeln, der ihnen für die Rückkehr unter die Herrschaft ihresrechtmäßigen Herrn Religionsfreiheit auszuwirken versprach. Er gingvon hier über Küstrin und Berlin nach den Niederlanden, und lebtedort, da die Pfalz von Spinola besetzt war, auf Kosten seines Schwie-gervaters, des Königs Jacob I. Während nun Maximilian die Ober-> Pfalz in Besitz nahm, östreichische Truppen in Ungarn cindrangen und
i Prcßburg eroberten, schaltete Ferdinand als Gebieter in dem eroberten
Böhmen, bestrafte die Urheber des Aufstandes, öffnete das Land wiederfür die Thätigkeit der Jesuiten und hob die Bewilligungen des Maje-stätsbriefes, sowie die Freiheit der Königswahl, auf. Ucber den entflohe-nen Kurfürsten aber wurde die Acht verhängt, und Maximilian erhieltin der Folge auf einem im Jahre 1623 zu Negensburg gehaltenen Für-! stentage, ungeachtet der von den Kurfürsten von Sachsen und Branden-burg erhobenen Einsprache, dessen Stelle unter den Kurfürsten, wobeider Kaiser nur das nachgab, daß die Uebertragung für Lebenszeit gel-! ten und die Rechte der Nachkommen Friedrichs nicht aufheben solle.
5. Nach dem böhmisch-pfälzischen Kriege, dem ersten Abschnitte desgroßen Krieges, blieben für den Kaiser und die Liga als Feinde ein-
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