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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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und dcr schwedisch-polnische Krieg.

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terlafscn Hatto, verlangte Herzog Karl Emanuel von Savoyen als Schwie-gervater des Verstorbenen für die hinterlafscnc Tochter die mit Mantuaverbundene Markgrafschaft Montferrat, die nicht mit Mantua an denBruder, sondern, wie es schon die Erbfolge der Paläologen gezeigt habe,an die Tochter überzngehen habe. Spanien hinderte ihn von MailandauS an dieser Vergrößerung und wirkte so im Sinne des Kaisers, derjene Frage als eine Frage des das Reich betreffenden Lehnwesens deinReichshofrathe zur Entscheidung bestimmte. Wie sich die Sache Spa-niens und des östreichischen Hauses auf diese Weise verknüpft hatte,waren auch Savoyen und Venedig Bundesgenossen geworden, und dieaus doppelter Wurzel hcrvorgegangenen Kämpfe hatten in Madrid ihrgemeinschaftliches Ende gefunden. Auf Venedig und Savoyen, als diekaum beschwichtigten Feinde Oestreichs, hatten die böhmischen Empörerund ihre Gesinnungsverwandten im Reiche schon vor Matthias' Tode zurechnen begonnen. Doch der Plan, von Süden her einen großen An-griff auf die östreichischen Besitzungen zu bewirken, mißlang, und dieSache der deutschen Empörung erhielt nur von dem Herzoge von Sa-voyen in dem Grafen Ernst von Mausfeld, der ihm auf Empfehlungder Union gegen Spanien gedient hatte, einen Heerführer. Mansfeldführte schon Krieg gegen die kaiserlichen Truppen, als Ferdinand aufMatthias folgte. Es war vergebens, daß Ferdinand den Weg der Un-terhandlungen mit den Böhmen zu betreten versuchte. Außer Mansfeldhatte Thurn ein Heer in Böhmen. Dieser rückte durch Mähren, daser dcr Sache des Aufstandes gewann, nach Oestreich und lagerte sichvor Wien, wo er Unterhandlungen mit den östreichischen Ständen be-gann. Ferdinand zeigte eine hcldenmüthige Standhaftigkeit, indem erWien nicht verließ. Diese Standhaftigkeit hat seine Sache gerettet, dieer durch Flucht Preis gegeben haben würde. Der Trotz der östreichi-schen Stände stieg setzt in's Ungeheure und eine Abordnung derselbenverlangte seine Zustimmung zu einer Verbindung mit Böhmen und zeigteeine an Gewaltsamkeit grenzende Zudringlichkeit, als dcr Klang derTrompeten einer Neiterschaar, die durch ein von Thurn noch nicht ge-sperrtes Thor eingerückt war, sie verscheuchte und den Muth der katho-lischen Bewohner Wiens zur Vertheidigung des Herrschers aufrief. Baldmußte auch Thurn abziehcn, da die Nachricht von einer Niederlage an-kam, die Mansfeld bei Budweis erlitten hatte. Ferdinand befestigte sichmm noch im Zahrc 1619 so weit, daß er nach Frankfurt zur Kaiser-wahl reisen konnte. Dort erschienen böhmische Gesandte, welche mitFührung der böhmischen Kurstimme beauftragt zu sein erklärten, da Fer-dinand der böhmischen Königswürde entsetzt sei. Von den Kurfürstenwaren aber mit Ausnahme des pfälzischen selbst die protestantischen fürFerdinand, und derselbe wurde nach Abweisung der Böhmen zum Kaiser