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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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Der dreißigjährige, der französisch-spanische

Halterschaft stürzten sie drei derselben, die ihnen besonders verhaßt wa-ren, zum Fenster hinaus. Jetzt rissen die protestantischen Stände ge-radezu die Negierung an sich und begannen Kriegsrüstungen, währenddie Jesuiten, die längst als die Vorkämpfer der katholischen Kirche einGegenstand des Hasses für die Gegenpartei waren, aus dem Lande ge-trieben wurden. Da unter dem kranken Kaiser der nachgiebige CardinalKlesel sich zu keinen nachdrücklichen Maßregeln gegen Böhmen bewegenließ, veranstaltete Ferdinand, der inzwischen auch in Ungarn zum Königegewählt worden war, dessen gewaltsame Entfernung und bewog denKaiser zu Absendung zweier Heerhaufcn. Es handelte sich in Böhmenum die gesammte Herrschaft der deutschen Linie des Hauses Habsburg,da das, was dort geschah, auf die übrigen durch.die protestantischePartei aufgeregten Länder, die böhmischen Nebenlande, Ungarn und Oest-reich zurückwirkcn mußte. Matthias' baldiger Tod gab die Lösung dieserFrage in die Hand des kräftigeren Ferdinand.

3. Inzwischen hatte man sich bemüht, den böhmischen Aufstand mitAllem in Verbindung zu setzen, was an Feindschaft gegen das HansHabsburg bereits vorhanden war. Am nächsten war man auf die Unionhingewiesen, und Christian von Anhalt betrieb eifrig die Unterhandlungzwischen ihren Gliedern und dem empörten böhmischen Adel. Zugleichreichte die aus der Mitte dieses Adels hervorgegangene Regierung denStänden Oberöstreichs oder Oestreichs ob der Ens, die ebenfalls mitAnschluß an den Protestantismus eine drohende Stellung gegen Ferdi-nand angenommen hatten, die Hand, und die Verhandlungen zielten aufVerhinderung der von Ferdinand gegen Böhmen zu erwartenden Maß-regeln. Die Pläne griffen aber auch über Deutschland hinaus. Nochjüngst war ein Krieg des Erzherzogs Ferdinand mit Venedig und einKrieg der Spanier mit Savoyen beendet worden. Da, wo die türki-schen, venetianischen und habsburgischen Gebiete sich berührten, hattenslavische Flüchtlinge, die den vordringenden Türken gewichen waren, sichgesammelt und als ein kleiner kriegerischer Staat unter dem NamenUskoken einen Freibeuterkrieg gegen die Türken zu treiben begonnen.Ferdinands Vater Karl hatte sie in Schutz genommen, und sie dientenals eine Grenzbesatzung für die östreichischen Länder. Da aber ihreRäubereien sich auch auf vcnetianische Schiffe erstreckten, war ein Kriegzwischen Ferdinand und Venedig ausgebrochen, in welchem Ferdinand dieRückgabe der ihm in Friaul entrissenen Gcbictstheile durch Versetzungder Uskoken in das Innere seines Landes hatte erkaufen müssen. DerFriede, der dies im Jahre 1617 bestimmte, war ein Theil eines zuMadrid geschlossenen Friedens, durch welchen auch der zweite in Italiengeführte Krieg beigelegt wurde. Da im Jahre 1612 Herzog Vincenzvon Mantua gestorben war und außer zwei Brüdern eine Tochter hin-