Sieg des Protestantismus in England und in Schweden.
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eigentliche Herrscher des Landes. Ein Krieg, den Sigismund deshalbbegann, hatte für ihn den Verlust Schwedens zur Folge. Die Ständeerklärten im Jahre 1599 Karl zum Erbfürsten von Schweden und gabenihm im Jahre 1604 die Krone, nachdem er sich schon durch grausameVerfolgung von Sigismunds Anhängern seine Stellung gesichert hatte.Vorher hatte ein Krieg mit Polen und ein Krieg mit Rußland begon-nen. Der Krieg mit Polen galt der Behauptung des jenseits desMeeres gelegenen schwedischen Liflands, das Sigismund mit Polen ver-einigen wollte. Der Krieg mit Polen verpflanzte sich aber auch aufden Boden Rußlands durch die dortigen Thronstreitigkeiten, in welchengegen eine von Polen unterstützte Partei schwedische Hülfe angerusenwurde. Mit Iwans IV. Sohne Feodor (1584—1598) war der Stamm'Ruriks erloschen. Unter ihm hatte wegen seiner Schwäche sein Schwa-ger Boris Godunow thatsächlich die Gewalt erhalten, und um einstselbst den Thron einnehmen zu können, des Zaren Bruder Demetriusermorden lassen. Seitdem traten nach einander vier Bewerber um dieHerrschaft auf, von denen sich jeder für jenen Demetrius ausgab. Dererste jener falschen Demetrius brachte, von Polen unterstützt, den Inhaberder Gewalt so ins Gedränge, daß er sich selbst tödtcte. Doch erlagauch er bald einem Aufstande, und es folgte eine Zeit innerer Zerrüt-tung, während deren Sigismund den Plan faßte, seinen Sohn Ladis-laus auf den Thron des Zaren zu erheben. Als nun eine Partei, dieden polnischen Bestrebungen entgegcntrat, König Karl IX. von Schwedenherbcirief, hegte dieser für einen seiner Söhne gleiche Absicht. Die Russenwurden der über ihr Land hereingebrochencn Verwirrung erst Meister,als sie sich unter einander vereinigten, die Polen aus Moskau vertrie-ben und sich durch Wahl einen neuen Zaren in der Person des durchseine Mutter, Feodors Schwester, dem Hause Nurik, durch seinen Vaterdem Hause Romanow ungehörigen Michael III. Feodorowicz (1613 bis1643) gaben. Als Karl IX. starb und seinem Sohne Gustav II. Adolphdie Herrschaft hinterließ, war außer den Kriegen mit Polen und Ruß-land auch noch ein Krieg mit Dänemark, wo Friedrichs II. Sohn Chri-stian IV. regierte, unbcendigt. Der neue König von Schweden schloßder Reihe nach Frieden mit Dänemark, Rußland und Polen. Der Friedemit Dänemark, der im Jahre 1613 in der Landschaft Holland geschlossenwurde, legte, ungeachtet er von dänischer Seite mit Glück geführt wor-den war, dem schwedischen Reiche keine neuen Opfer auf, da der dänischeAdel den Krieg, von dessen günstigem Verlaufe er eine ihm selbst ge-fährliche Steigerung der königlichen Macht fürchtete, schnell beendigt zusehen wünschte. Der mit Rußland zu Stolbowa bei Kerholm am La-dogasee im Jahre 1617 geschlossene Friede, sowie der zu Altmark unweitMarienwerder im Jahre 1629 mit Polen geschlossene WaffenstillstandKiesel, Weltgeschichte. II. 45