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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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Sieg des Protestantismus in England und in Schweden.

ziehung von Ländereien, die zu Krongütern erklärt und mit englischenAnsiedlern besetzt wurden, sollte als Mittel dienen, und da der Wider-stand nur desto eifriger wurde, nahm der Krieg die Natur eines Ver-nichtungskrieges an, in welchem durch Zerstörung der Lebensmittel dieHungersnoth gegen die Eingebornen zu Hülfe gerufen wurde. DerKrieg endete mit Unterwerfung der Irländer, jedoch ohne die Vernich-tung der katholischen Kirche zuwege gebracht zu haben. Elisabeth erlebtedas Ende des Krieges noch, aber der Eifer, mit dem sie ihn geführt,hatte sie ihren Liebling, den Grafen Esser, gekostet. Dieser Mann, derin der Gunst der Königin die Stelle des im Jahre 1588 gestorbenenLciceftcr eingenommen, hatte im Jahre 1599 einen unglücklich geführte»Krieg durch einen der Königin höchst mißfälligen Vertrag beendigt, undder Unwille der Königin hatte ihn, der durch ihre Gunst verwöhntwar, ohne alle Berechnung aufrührerische Schritte zu thun gereizt, dieihn im Jahre 1601 auf das Blutgerüst brachten und die Königin inSchwermuth stürzten.

6. Elisabeths Nachfolger, von ihr selbst als solcher bezeichnet, warder König von Schottland, der Sohn Maria's, der für England denNamen Jacob I. (16031625) führte, und dessen Dynastie nach demNamen seiner Mutter die der Stuarte genannt wird. Seine Thron-besteigung vereinigte Schottland mit England und machte so dem langenSpiele englischer Kriege mit Schottland und englischer Einmischung inschottische Angelegenheiten ein Ende. Es war aber mit seiner Thron-besteigung nichts für denjenigen Theil der Bevölkerung gewonnen, derauf seine Mutter seine Hoffnungen gesetzt hatte, die Katholiken. Eswurden vielmehr Geldstrafen, die in Rcligionssachen verhängt, aber imersten Jahre seiner Negierung nicht vollzogen worden waren, nachträg-lich in großen Summen eingetrieben und die gegen die gottesdienstlichenHandlungen der Katholiken bestehenden Strafgesetze noch geschärft. Außerden Katholiken sahen auch die Puritaner sich in dem neuen Könige ge-täuscht. Da er unter ihrem Einflüsse aufgewachsen war, hofften sie ihrKirchenthum an die Stelle des englischen treten zu sehen. Jakob aber,der den demokratischen Charakter des Puritanismus nicht verkannte,schloß sich auf'S Engste der englischen Staatskirche an und üflertrug derenwesentlichste Einrichtungen, namentlich den Episkopat, auf Schottland,dessen puritanische Bevölkerung er durch völliges Preisgeben der Katho-liken beschwichtigte, so daß deren Lage in Schottland noch schlimmer alsin England wurde. Die Härte gegen die Katholiken steigerte sich, alsim Jahre 1606 eine Verschwörung einiger Katholiken entdeckt wordenwar, die zur Absicht gehabt hatte, den König und das Parlament mit-telst Pulvers in die Luft zu sprengen. Während so unter dem erstenKönige des Hauses Stuart die Richtung der Regierung wesentlich die-