Sieg des Protestantismus in England und in Schweden.
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land. Die Angriffe auf spanische Flotten und Colonieen hatten schonvor Besiegung der großen spanischen Flotte begonnen und hatten zu denUrsachen gehört, die Philipp zu den ausgedehnten Rüstungen gegen Eng-land trieben. Cavcndish hatte im Jahre 1587 die portugiesisch-spani-schen Besitzungen an den Küsten von Afrika heimgesucht. Als nach demJahre 1588 die englischen Seehelden kühn genug waren, in spanischeHäfen einzudringen, fuhren sie auch den Spaniern znm Trotze nachOstindien, und im Jahre 1600 wurde als Ruheplatz für die ostindischenFahrten die Insel St. Helena in Besitz genommen, sowie eine Gesell-schaft für den Handel nach Ostindien gestiftet. Als ein Feld für Ent-deckungen siel den Engländern Nordamerika zu. Hierher hatte schonunter Heinrichs VII. Negierung im Jahre 1406 der Venctianer JohannCabot seinen Lauf genommen, da aber die entdeckte Insel Neufundlandkeinerlei Schätze zu bieten hatte, waren der ersten Unternehmung keineneuen gefolgt. Jetzt wurden diese Gegenden wichtiger, da man seitdem Jahre 1568 eine nordwestliche Durchfahrt nach Asien suchte. FranzDrake, der zwei Jahre darauf von einer Weltumseglung heimkehrte,entdeckte im Jahre 1578 die südwestlich von Neufundland gelegene Küstedes Festlandes, die den Namen Neu-England erhielt, und im Jahre1585 gründete Walter Raleigh weiter südlich die erste Niederlassung,welche er der aus ihren jungfräulichen Stand stolzen Königin zu EhrenVirginien nannte. Die erhöhte Handelsthätigkeit veränderte die Stel-lung des Adels, indem aus dem Bürgerstande sich Einzelne durch erwor-benen Reichthum hoch erhoben und Betheiligung an der neu erwecktenThätigkeit viele Glieder des niederen Adels dem Bürgerstande näherbrachte. Der Armuth eines großen Theiles der Bevölkerung, welchermit Aufhebung einer Menge von kirchlichen Stiftungen eine ergiebigeQuelle der Unterstützung verschüttet war, wurde nicht gesteuert, vielmehrder neue Erwerb nur von denen aufgehänft, die eben reich genug ge-wesen waren, um sich an einträglichen Unternehmungen zu beteiligen.Dazu, daß ungeachtet so bedeutender Mißverhältnisse im Innern dieRuhe des Landes nicht gestört ward, trug auch die Klugheit bei, mitwelcher Elisabeth bei ihrer Regierung sich der Mitwirkung des Parla-mentes zu entschlagen wußte. Durch die äußerste Sparsamkeit wich sieder Notwendigkeit, Geldbewilligungen zu fordern, möglichst aus, indemsie zugleich die dringenden Bedürfnisse durch Veräußerung von Kron-gütern befriedigte. Von eigentlichen Unruhen war unter ihrer Negie-rung nur Irland erfüllt. Die Bevölkerung dieser Insel leistete den aufEinführung des Protestantismus gerichteten Versuchen den nachdrücklich-sten Widerstand. Elisabeth betrieb aber ihren Plan um so eifriger, alsdessen Gelingen auch endlich eine größere Unterwürfigkeit des immernoch der englischen Herrschaft widerstrebenden Volkes versprach. Ein-