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Sieg des Protestantismus in England und in Schweden. >
folgte bald der zweite über die Flotte Philipps, und auch dieser trugdazu bei, ihrer Herrschaft im Lande größere Festigkeit zu geben, da dieGefahr eines spanischen Einfalles oder einer spanischen Eroberung dieUnterthanen zu entschlossenem Widerstande um sie schaarte. Ein großerEifer, der Gefahr zu begegnen, erfüllte das Land, und da Elisabethselbst diesen Eifer ermunterte und sich zu Pferde nach dem zur DeckungLondons bei Tilburp errichteten Lager begab, erblickte man in ihr dieVertheidigerin der englischen Unabhängigkeit und freute sich, als diefeindliche Flotte besiegt war, eine Gefahr, von der die Königin bedrohtgewesen, als eine gemeinschaftliche abgcwehrt zu haben. So sehr aberin dieser Zeit die katholischen Bewohner Englands der Königin dieTreue bewahrten, veränderte sich doch ihre Behandlung nicht, und cswährte fort, daß man mit Folter und Hinrichtung gegen sie verfuhr, siein Kerkern an den Folgen harter Behandlung sterben ließ, sie durchGeldstrafen zu Grunde richtete. Alles dieses rechtfertigte mau damit,daß man nicht strenge genug gegen Alle sein könne, deren Gesinnungdem Papste einen Anhalt zur Wiedererrichtung seiner Herrschaft zu bie-ten im Stande sei. Die Ehre und Selbstständigkeit der Nation warnach der herrschenden Meinung in Gefahr, wenn nicht jeder Versuch zurHerstellung der katholischen Kirche schleunig und mit abschreckender Strengeunterdrückt würde. Hielt man die Greuel der Katholikenverfolgung wegender Gefahr, die dadurch abgewehrt werden sollte, für nothwcndig, so sahman die Staatskunst, mit welcher jenes Verfahren in Verbindung stand,Früchte tragen, welche das Land bereicherten. Der Kampf, den Elisa-beth, die Vorkämpferin des Protestantismus, mit Philipp führte, nahm ^eine so glückliche Wendung, daß England das Uebcrgewicht zur See er- ^hielt, sich zu einer Macht ersten Ranges erhob und sich mit den Nieder-landen in die Vorthcile der veränderten Richtung des Welthandelstheilte. Dadurch nahmen Schifffahrt und Gewcrbthäligkeit einen großen ^Aufschwung, und über der Regsamkeit, welche sie hervorbrachten, und ^über den Neichthümcrn, welche sie lieferten, vergaß man es, daß ein Thcil §der Unterthanen zu äußerster Armuth herabsank und die Noth viele sMenschen zum Räuberleben trieb, welches seiner Ausdehnung wegenganz außerordentliche Vorkehrungen nöthig machte. Es erwachte jetztin England ein Eifer, gleich dem, welcher einst die Portugiesen zu Ent-deckungen über das Meer geführt hatte, so daß nun England, wäh-rend es den Spaniern die Vortheile ihres Handels und ihrer Colonicenentriß, auch an der Erforschung der Erdoberfläche Theil nahm. Schonvor Elisabeths Regierung hatte der auch von England aus gemachteVersuch, eine nordöstliche Durchfahrt nach Ostindien zu finden, zu derBekanntschaft mit der Stadt Archangel am weißen Meere geführt, undunter Elisabeth bildete sich eine Gesellschaft für den Handel mit Nuß- ^