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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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veranlaßten inneren Kriege.

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brachte auf katholischer Seite eine Nachahmung der von denselben zuihrer Vertheidigung gegründeten und über das ganze Land verbreitetenVerbindung hervor. Die neue katholische Verbindung, Ligue genannt,hatte den Herzog von Guise zum Haupte und bildete, da sie dem Königenicht minder als den Hugenotten gegenüber stand, einen zweiten Staatim Staate. Der König suchte in Bezug auf sich die Ligue dadurch zuentwaffnen, daß er derselben beitrat und sich zum Haupte derselben er-klären ließ. So wenig auch Heinrich den Wiederausbruch des Kriegeswünschte, erfolgte derselbe dennoch, als noch im Jahre 1576 eine Skände-versammlung zu Blois, die von den Hugenotten nicht besucht war, diekatholische Religion für die im Reiche allein gültige erklärte. Obgleichdie königlichen Waffen, mit denen die Politiker die ihrigen jetzt vereinigthatten, glücklich waren, sehnte sich Heinrich nach dem Frieden, da er imKriege hinter den Parteihäuptern gänzlich an Bedeutung znrückstand.Den siebenten Krieg (15761577) endete der Friede zu Vergerac,der den Hugenotten die Vortheile des Friedens von Beaulieu in einigerBeschränkung zusicherte, worauf die Auflösung der Ligue, wie jedes andernBundes der Art, geboten ward. Da weder der eine noch der andereBund sich auflöste, sondern beide sich wechselseitig bewaffnet beobachteten,erneuerte Katharina die Unterhandlungen mit den Hugenotten und schloßim Jahre 1579 mit dem Könige von Navarra in Nerac, seinem Wohn-orte, einen Vertrag, der die Vorthcile des letzten Friedens erweiterte,namentlich als Pfand für dessen Ausführung eine Anzahl fester Plätzefür bestimmte Zeit übergab. Diese Plätze waren der Anlaß zu demachten Kriege. Nach Ablauf der bestimmten Zeit wollte der Königvon Navarra sie nicht herausgcben, weil der Friede nicht völlig zurAusführung gebracht sei. Er ließ sich von den ihn umgebenden Edel-leuten, denen die Kriegführung zur Gewohnheit und zum Bedürfnissegeworden war, im Jahre 1580 zu Erneuerung der Feindseligkeiten be-stimmen. Seine Waffen waren nicht siegreich, und da der Herzog vonAnjou jetzt sein Augenmerk auf die Niederlande zu richten anfing undseinem Bruder von der Bekämpfung der Spanier eine Beruhigung Frank-reichs versprach, ward noch im Jahre 1580 der achte Krieg durch einenVertrag auf dem in der Landschaft Pertgord gelegenen Schlosse Fleirbeendet, in welchem der durch den Frieden zu Bergerac begründete Zu-stand aufrecht erhalten wurde.

7. Durch die Thätigkeit des Herzogs von Anjou in den Nieder-landen war das von den Hugenotten lang ersehnte Ziel einer Thcilnahmean dem Krieg gegen Spanien vorläufig erreicht, und ein großer Theilihrer Kriegslust war dorthin abgeleitet. Ein neuer Grund zur UnruheWurde im Jahre 1584 durch den Tod des Herzogs von Anjou gegeben,durch welchen der König von Navarra das Recht der Nachfolge für