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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Romantische Dichtung.

betrachtete; auch von dieser Seite hat das Gedicht für den Literarhisto-riker wenig Werth. Desto unschätzbarer ist ihm ein anderes Vermächtniß,das Göthe in den 20cr Jahren für ihn niederschricb, oder vielmehr, daser für die nachzügelnden Dichter als Rath und Warnung hinterließ, unddas fast ohne Ausnahme auf die späteren und jüngeren unter diesen nochbesser paßte als auf die älteren, die Göthe zunächst im Auge gehabt hat.Wir meinen die zahmen che nien, deren Inhalt später durch die Ecker-mann'schen Gespräche auf Weg und Steg verstärkt und erweitert ward.Mit Beifall und stiller Freude wird jeder wahre Verehrer des großenMannes diese Aeußerungen über die Mißstände einer übelwucherndenLiteratur lesen, denn sie zeugen von dem klaren Sinne, den der lebens-weise Dichter bis in das höchste Alter fcsthielt, wo er ein bestimmtesäußeres Objekt vor sich hatte. Wir schließen unser Werk mit der wort-getreuen Angabe der Meinung dieser Sätze, und glauben damit, wie dieLage der Zeit ist, einen bessern Dienst zu thuu, als wenn wir unsere ge-schichtliche Betrachtung über die neueste Dichtung bis zu dem Momenteausdchnten, wo wir die Feder niederlegen. Wir lassen darüber, wie jederHistoriker am besten thut, die Zeit zuerst reden. Wenn es übrigens auchmöglich wäre, jetzt schon diese Geschichte zu schreiben, so würde uns dochselbst dann dieselbe Rücksicht bedenklich machen, die auch Göthe'u abhielt,sich bestimmter über diesen Gegenstand auözulassen. Diese neueste Lite-ratur näher zu beurtheilen, würde mehr Zeit und Hingebung fordern,als sie werth ist; und die Stimme des Beurtheilers würde doch nurunter tausenden für Eine gelten, und keine Wirkung Hervorbringen.Würde der junge Dichter freundlich darein sehen, wenn man ihm Be-schränkung zumuthcte? Würde das Publikum zufrieden sein, wenn mansein augenblickliches Entzücken und Verwerfen zur Mäßigung riefe?Besser ist es, die Zeit gewähren zu lassen, denn die allgemeine Kultursteht so hoch, daß eine Sonderung des Rechten und Falschen wohl vonihr zu erwarten ist." Selbst von einer Autorität wie Göthe, in dessenfast unbedingter Verehrung die gesammte dichterische Jugend von jenenTagen bis heute verharrte, würde eine offene Aeußernng unendlich vielmehr Verbitterung als Verbesserung bewirkt haben. Indessen wäre esvielleicht besser gewesen, die ungelehrige Nachfolgerschaft zu verbitterndurch sperielle und unmittelbare Erklärungen über Namen und Sachen,als daß man ihr hinter Vagem und Allgemeinem die Schlupfwinkel freiließ, die Eitelkeit und Dünkel sich ohnehin so geschickt zu suchen wissen.Leider haben die Menschen alle so viel Anlage, das gute Beispiel selbsteines geliebten Meisters nicht zu achten, und das Unangenehme nicht zu