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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Romantische Dichtung.

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und behielten sich die Segnungen der Reformation vor; Andere (wie Arndtund Horn) umfaßten das Lutherthum mit erhöhter Liebe; Andere (wieFonque) blieben an der Grenze des Katholieismus stehen und begnügtensich nur, ihre Schriften mit Christereien aller Art auszustnffiren; Andern(wie Tieck) konnte es ihrer kaltem Natur nach, obgleich sie sich durch denZeitgeist gefangen nehmen ließen, nie ein herber Ernst mit dem Katho-lieismus werden; Andere (wie Gentz), die sich durch ein weichliches undruhiges Wesen von dem Strome Hinreißen ließen, die christlichen undfrommen Empfindungen zu versuchen, waren eben so bereit, wenn diesgegen ihre leicht gelangweilte weltliche Natur nicht auf die Dauer aus-hielt, wieder zum Heidenthum oder zur Gleichgültigkeit zurückzukehren;Andere (wie Steffens) wandten sich ans ernstem Beweggründen von demergriffenen Katholieismus wieder ab; Mehrere, die sich wie Fr. Schlegel,Müller und Werner, nach Wien zogen, steiften sich auf den neuen Glau-ben rmd fanden da nicht allein endliche Ruhe, sondern auch Versor-gung"'''); und so stiegen wir wieder hinauf oder hinab zum Jesuitismusund der Propaganda, die in Baiern ihren alten Stammsitz wieder er-oberten. Warum hat man es Voß so verargt, daß er in der Zeit, daungefähr die letzte namhafte Apostasie zum Katholieismus vorfiel, aufdie Quelle, auf das erste Beispiel und Muster (auf Stolberg) zurückkam,deutlich schildernd, was der Mann und sein Charakter bei diesem Schritteverloren hatte, bei dem man Alles zu gewinnen hofft?

Bei Niemanden sind die Sinnesänderungen in diesen Beziehungen,deren Reihenfolge zuletzt auf das äußerste Stadium führte, schroffer alsbei Fr. Schlegel (aus Hannover 1772 —1829). Als er im Anfänge

100) Reinhard (Briefwechsel zwischen Gothe und Reinhard, Stuttg. 1850. S.20) schrieb im Mai 1808 an Güthe: „Es scheint August Wilhelm habe dem Bruder(der eben zur kathol. Kirche übergetreten war) die gewisse Aussicht eräffnet, in Wienangestellt zu werden, und dies sei der Zweck seiner Reise. Allein in der Ungewißheithatte er mir nach den Auftrag zurückgelaffen, mich für ihn zu einer Stelle bei der Vn!-rersite zu verwenden. Wahl; die Soutane wird ihn nicht Übel kleide»? aber in welcherCapuze soll Lncinde erscheinen?" Gleich scharf und bitter ist, was Güthe über Schle-gel'S Bekehrung als ein „Zeichen der Zeit" antwortet. Er sah es als einen sehr merk-würdigen Fall an, daß „im höchsten Lichte der Vernunft, des Verstandes, der Weltüber-sicht ein vorzügliches und höchst ausgebildeteSTalent verleitet wird sich zu verhüllen, den.Popanz zu spielen, oder, wenn Sie ein anderes Gleichniß wollen, so viel wie möglichdurch Lade» und Vorhänge das Licht aus dem Gemeindebause auszuschließen, eine» erstdunkeln Raum hervorzubriugen, und nachher durch das koramon Minimum so viel Licht,als zum tioous pacus nöthig ist, hereinzulaffen."

Gerv. d. Dicht. V. Bd,

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