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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Gemeinsame Thätigkeit.

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verfolgen, ist so leicht, daß es nur eines Winkes bedarf. Er beginnt mitdem leichten Romane, wie er im 16. Jahrh., aus Aeneas Sylvins über-setzt, eine neue Zeit neben dem erneuten lyrischen Liede ankündigt, dasbei Göthe nur dem Charakter eben dieses Volksliedes vergleichbar ebenso zu finden ist; dramatische Historien und Fastnachtspiele schließen sichhier und dort an. Der zweiten Periode (des 17. Jahrhs.) entsprechenvie politischen wie die antiken Dramen, die Singspiele und Idyllen, dieElegien und Epigramme, das Ringen nach Roman und Epos, mitten inder Bewegung der politischen Welt; mit dem Rückfall zum Drama stelltsich Göthe der neuen Zeit gleich und macht in seiner letzten Periode alleWege der Romantiker durch Literargeschichte, Kuust, Naturphilosophie,Novelle und Orientalismus mit, bis er, in sich selbst zurückgekehrt undsein Dichterleben überschauend, im zweiten Theile des Faust die Allegoriebehandelte, jene vagste aller Kunstformen, in die sich der Dichtung festeElemente verflüchtigend auflösen. So überall und in Allem schaffend,vielgetheilt wie die Natur, erscheint er ganz gleich dieser seiner Thätigkeitfroh, wenn sie auch immer hinter ihrem Ziele und ihrer Absicht zurück-blieb. Denn wie die Natur selbst nur Manchesebauchirt hat," wie sieVieles schafft, aber nichts in der Vollkommenheit der Idee, so sah erauch in seinen Werken zuletzt nur, was er wollte und gesollt hätte, undfand nur bei den Werken anderer Meister befriedigend, was sie ge-than; und da er in der Natur bei jedem Hindrängen auf Einen Fleckbeobachtete, daß die Last des Uebergewichts das Schöne der Form, diereine Bewegung und ungestörte Harmonie aufhebt, und dem Vorzugnach einer Seite überall ein Mangel nach der andern hin entspricht, sovermied er jede Bevorzugung irgend einer Richtung überhaupt, fand sichfür jene Dichtungsart nicht geeignet, die eine solche Einseitigkeit bedingte,und verwischte in so mancher, die er behandelte, die einseitigen Gattungs-merkmale. Wer sich so wie Er der Natur ergibt, der ist nie eigensinnigauf Eines erpicht, er scheut sich vor Hinvernissen und umschleicht sie; erwirkt wie die Natur selbst, die ihre Kräfte zerstreut und sich mit demNebenwege begnügt, wo sich der Hauptweg sperrt. Wie er später seinemJünger Eckermann empfahl, sich vor großen Arbeiten zu hüten, dieHeiterkeit des Lebens im Auge zu behalten, die durch Bearbeitung kleinerGegenstände am ersten erhalten werde, so übte er dies im Grunde, wennman sein Talent an seine Leistungen hält, selbst; er ging um die höchstenDichtungsgattungen nur herum, wie weit ihm die Thore zum Eintritt, geöffnet waren. Dadurch erreichte er im Ganzen den Zweck, den er imEinzelnen vielfach verfehlte; ermeinte Alles in höherem Sinne gut,