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Schiller und Göthe.
Folgen das arme Vaterland mit seinem Schaden und seiner Schandetragen mußte, und noch als die Herstellung der deutschen Freiheiterkämpft war, und die Adam Müller und Görres als politische Stimmengehört wurden und von Politikern wie Gentz erst abgeschüttelt werdenmußten, zeigte sich das ungeheure Mißverhältniß zwischen romantischemEnthusiasmus und philosophischem Abstraktionsvermögen, den Eigen-schaften, zu denen das nur geistige Leben den Deutschen geschult hatte,und der gesunden angewandten Nrtheilskraft übergegebene wirklicheVerhältnisse, die so große und gewaltige Erschütterungen unserer ganzenEristenz kaum bei uns wecken konnten!
Unsere Geschichtschreibung verrieth nicht allein in ihren Zuständenunter dem alten Regime, sondern auch seit den Neuerungen Herder's,daß sie in keiner Weise aus dem Leben selbst und aus naheliegendenpolitischen Anschauungen und Erfahrungen herauswuchs. Vor den 80erJahren, wo überhaupt erst das neue Leben die Wissenschaften erreichte,drehte sic sich nur um Sammelwerke herum und begnügte sich mit einerplanen Vergleichung der Quellen. Die breiten quellenmäßigen Werkeder Mascow und Bünau, der Wenck und Sattler, sowie selbst die for-meller verarbeiteten jener Männer, die um die baumgarten'sche Allge-meine Weltgeschichte gruppirt sind, konnten kein allgemeineres Interessefesseln, und den Unmuth, den ein Heller Kopf diesen gestalt - und farb-losen Arbeiten gegenüber empfinden mußte, sprach Lessing gelegentlichbei Beurtheilung eines Werkes dieses Schlages von Gebauer aus.Einzelne Männer, die als Namen von Bedeutung unter diesen veraltetenHistorikern hervorsehen, waren zwar den Bewegungen des neuen Lebensin Deutschland und sogar den politischen Zuständen nicht fremd. Werweiß nicht, wie einflußreich Schlözer geworden ist durch die statistischenKenntnisse, die er in seinem Briefwechsel verbreitete, durch die Auf-deckung so vieler Mißstände und Bedrückungen, die er darin rügte; wiesehr er sich der Freiheit seines Aufenthaltes bediente, um aufs srci-müthigste die politischen Reformationsideen auszusprechen, die ohnehinin der Mitte von Friedrich II. und Joseph zu fassen einmal in Deutsch-land erlaubt war; und wie sich dagegen auch der Obskurantismus widerseine Staatsanzeigen (seit 1782) rüstete, so daß er sich doch die gehässigenNachrichten über deutsche Lande und Leute bald verbitten mußte, wennnicht die Einsender die Gefahr mit ihm theilen wollten. Wer weiß fernernicht, wie Meiners sich in seinen historischen Untersuchungen von demStande der neuen Aufklärung in Deutschland leiten ließ, wie er dieKultur der Völker erforschte, die Natur der Zeiten zu vergleichen, den