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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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301
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. Ummltclb. Einwirk. d. Wissenschaften n. LebenSzuständc. 301

Geschichte war zu verbreitet, als daß mau deu französischen Vernunft-götzcn auf den Thron gestellt hätte; wer auch wie Voltaire das Chri-stenthum betrachtete, betrachtete es doch mit historischer Gerechtigkeit.So that Wieland, so that La Roche, als er seine Briefe über das Mönchs-wesen schrieb, so haben unsere Kirchenhistoriker fortgcfahren; sie ver-schmähten es, den Einen Sektengcist mit dem andern zu bannen. Wersich selbst auch fähig fand, die Binde des Glaubens von seinen Augen zunehmen, und reif, die Predigt der Kirche zu entbehren, der wollte darumnicht auch die Unmündigen und die am Geiste Armen mit sich reißen,wollte nicht ihm, dem in den vielen Mißverhältnissen der Welt und denUnbilden des Schicksals sein Abhängigkeitsgefühl am fühlbarsten wird,den Trost rauben, den sich eben dieses Gefühl natürlich erschafft. Soachtete Lessing, so Lichtenberg, so Möser in seinem Schreiben an densavoyischen Vikar, den Bestand der positiven Religion für das Volk.Wo irgend ein Spötter der Religion laut wurde, ward er nicht gehört,und es war fast keine Stimme von Bedeutung, die sich spottend, ja diesich nur ernst gegen das Christenthnm ausgesprochen hätte. Auch JeanPaul dachte ganz frei in religiösen Dingen, er stach schon in den grön-ländischen Processen auf Lavater und auf die Orthodoren; das UfteKapitel im Sicbenkäs über dessen Unchristenthum ist voll Stacheln; aberdoch bleibt Alles in der Ordnung. Auch Schiller'n gab die Religion keinResultat und keine Uebcrzengungen in übersinnlichen Dingen, und selbstin ihren Beziehungen auf die Moralität war sie ihm auögcsprochener-maßcn „dem Effekte, nicht dem Werthe nach, nur ein Surrogat der wah-ren Tugend, bestimmt die Legalität da zu sichern, wo eigentlich Moralitätnicht zu hoffen ist." Aber auch Er schwieg vorsichtig und nur die Eifererkonnten den jugendlichen Erguß seines poetischen Heidenthums in denGöttern Griechenlands verketzern. Göthe ließ sich wohl gelegentlich zuharten und bittecn Aeußerungen über das Christenthnm verleiten; auchEr aber machte es bei all dem nicht so arg, daß, während ihn zwar dieneuen Paule und Säule ans der Kanzel zu der Linken Gottes schieben,nicht andere Theologen wären, die ihn zur Rechten schaarten, wenngleicher die Ehre verbittet und im Angesicht Gottes unter den Vernünftigenstehen will. Ich weiß nicht, wie man seine Gnomen auslegt, worin erdie Dreieinigkeit persiflirend ansführt, worin er jeden Schwärmer vormöOsten Jahre ans Kreuz geschlagen haben will, und das Kreuz zu demTabak und Knoblauch rechnet, und was ihm sonst wie Gift und Schlan-gen zuwider ist; nur wie man Christenthnm daraus zieht, sehe ich nicht.Ihm war es „eines Gassenvolkes Windsbraut, die da einen Gott hinter