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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Humoristische Romane.

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die Anfänge des Großen und Gleißenden gemeinhin gar zu geringfügig.Sie empörten sich daher gegen die starkgeistigen Genialitäten, die aus^ dem Menschen auf der einen Seite so viel Wesen machten, auf der anderenseine Schwäche so weit wcgwarfen und verachteten. Sie riefen daherdas swiftische vive la Imxatelle nach, und machten nach Sterne's Musterdie Kehrseite des Menschen zum Lieblingsgegenstande ihrer Darstellung.Dies spiegelt sich in der Form, wie in der Materie ab. Das Gering-fügige läßt sich nur in einer kleinlichen Manier darstellen, die sich bis ins' Endlose verläuft. Tristram und die Flegeljahre haben deswegen keinEnde, weil der fünfzigste Band nichts weiter sagen könnte, als der vierteschon gesagt hat. In dieser humoristischen Manier Sterne's ist dasWesentliche wieder der Pragmatieus, mit dem er nicht allein die Erschei-nungen, sondern auch die Empfindungen bis auf die entferntesten Quellenihres Entstehens verfolgt. In seinen wunderbaren Sprüngen und indem Verdecken des geheimen Zusammenhangs seiner Gedanken und Ein-fälle fordert er gleichsam den pragmatischen Witz seiner Leser wieder her-aus, die verborgenen Fäden aufzufinden. Die deutschen Nachahmer ver-standen von diesen Künsten freilich wenig. Sie stehen in dem Verhältnissezu Sterne, wie die deutsche Schule Shakespeare's zu diesem; und diesist um so übler, als das Muster an und für sich viel geringer und zwei-deutiger ist. Denn der vorwaltende Humor ist ein Begleiter der abneh-menden Kunst, er zerstört und vernichtet sie zuletzt. Diese Bemerkung istk von Göthe, der auch die moralischen Nachtheile der vorwaltenden humo-' ristischcn Stimmung durchschaute. Das Humoristische, sagte er, weil eskeinen Halt und Gesetz in sich selbst hat, artet zuletzt in Trübsinn undüble Laune aus, wie man an dem Beispiele von Jean Paul und GörresI erlebt habe.

Der humoristische Roman jener Zeit war bei uns weit entfernt eineso reinliche Gruppe zu bilden, wie in England, und in sich von so ent-schiedener Form zu sein; es mischten sich fremdartige Bestandtheile bei,1 weshalb man ihn mit der Bezeichnung des Humoristischen, welches garoft seine schwächste Seite ist, nicht erschöpft. Unsere Romanschreiberwaren ihrer Natur nach mehr praktische Leute, und auch von dieser Seite, den KraftgcnieS entgegengesetzt. Im Werther gilt die Gesellschaft fürI die Quelle des Unglücks, für den Untergang der guten Natur im Men-schen; bei Hippel ist die Gesellschaft Ursache des menschlichen Glücksoder Unglücks, und er glaubt, daß noch erscheinen werde, was nochI nicht erschienen ist: was Alles der Mensch durch sie noch werden kann.Diese Männer sind mit der wirklichen Welt vertrauter und versöhnter