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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Periode d. Origincilgenics. Göthe in Jtal. u. Schiller's Jugend. 133

dem Einen und dem Andern vor, das Leidenschaftliche und Ueberspanntein den Handlungen und Gesinnungen der Menschen glich dem derTragödie. Nirgends ist dies daher ein vereinzelter Fehler, sondern der Geistdes Ganzen bedingte die grelle Farbe, und nichts war übler angebracht,als wenn die Schauspieler scit Jffland den Charakter desspekulativischenBösewichtö" Franz zu ermäßigen suchten. Der Dichter will uns dasGemälde ungeheuerer Leidenschaften geben, die, selbst wo sie aus guterQuelle fließen, doch zerrüttete Leidenschaften sind. Er ist darin von Klin-gcr und Gryphius weit verschieden, daß er, trotz dem Mitgefühl mitseinem Helden, der moralischen und ästhetischen Gerechtigkeit freiwilligeOpfer bringt. Sein überlegener geordneter Geist ahnt sich nicht, wie beiGöthe, aus der schwächeren Färbung der rauhen Komposition, sonderntrotz dem grellen Kolorit aus dem tragischen Untergang des Helden, deres selbst einsteht, daß zwei Menschen wie Er den ganzen Bau der sitt-lichen Welt zerstören würden; der Dichter trinkt den Kelch der Stark-geisterei tiefer ans als Göthe, und geht dennoch nüchtern davon wie Er.Die ungemeine Sympathie mit diesem Stücke, die der mit Götz vonBerlichingen ähnlich war, und die üblen materialistischen Wirkungen,die es noch nach sehr langen Jahren hin und wieder gemacht hat, ruhenauf dem sichern Griffe nach der weichsten Seite, wo die Unbändigkeitder Jugend zu fassen ist, die kühne Reisende und Entdecker, Ritter undRäuber immer als Abbilder männlicher Thatkraft und Freiheit fesselnwerden. An dies Stück schließt sich die ähnliche Reihe von Räuberroma-nen an, dem Rinaldo bis zum Feruandino und seinen letzten Nach-ahmungen, wie an Götz die Ritterromane, wie an den Geisterseher dieZauberromane, und in ächten alten Katalogen von Leihbibliotheken ge-bührte diesen drei verschwisterten Gattungen ihre eigene Rubrik.

Den Gegensatz gegen die gemeine Welt, den dieses Stück, den alleRichtungen jener Jugend ankündigten, hielt Schiller in weiser Ermäßi-gung durch sein ganzes Leben fest, ohne eine Spur von dem schwarz-sichtigen Trübsinne, der dem Lebenscrnste Klinger's anhängen blieb.Aehnlich war es mit dem politisch-republikanischen Sinne, der schon inden Räubern vorblickt, und im Fiesro (1783), dessen Stoff Rousseauangab, ein eigenes Gebäude schuf. Auch diesem politischen Freisinnehing Schiller immer an, ohne eine Spur von jener Freude an der Revo-lution oder jenem Modeliberalismus und dem finsteren Blicke auf jedesbestehende Verhältnis! des Staates. Eine Stelle in den Räubern, woDeutschland zu einer Republik werden soll, gegen die Rom und Spartanur Nonnenklöster sein dürsten, erhält erst dadurch eine Bedeutung, daß