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1 (1857)
Entstehung
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408
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ausgezeichneten Mathematiker Major von Minkowicz unterrichtet. Dann schickteihn der Fürst-Primas Csäky, der die Verdienste vonKray’s Vater hoch schätzte,nachWienundliess ihn die mathematischen Studien voll enden. Achtzehn Jahre alt, tratKray als Cadet in das 31. Infanterie-Regiment und zeichnete sich im siebenjährigenKriege durch Eifer und Thätigkeit aus, die von L ou do n seihst bemerkt und gewür-digt wurden. Vom Grenadier-IIauptmann bei Nädasdy-Infanterie wurde er 1778 Majorausser der Tour, leitete 1782 den Chaussde- und Brückenbau zu Bartfeld, und rückteim folgenden Jahre zum Oberst-Lieutenant im 2. Szekler Grenz-Regimente vor.

Im Jahre 1784 dämpfte Kray den in Siebenbürgen ausgebrochenen bekann-ten Aufruhr der Walachen unter Ilorja und Kloska. Die Walachen rottetensich im October 1784 im Hatzeger Thale in grosser Anzahl zusammen, undweigerten sich ferner Ilerrendienste und Robot zu leisten. Sie legten ihren Edel-leuten zur Last, dass sie ihnen die günstigen kaiserlichen Befehle vorenthaltenhätten, und begingen auf ihren Besitzungen grosse Ausschweifungen. Mikula,der sich später den Namen Hör ja beilegte, führte die Oberleitung' des Auf-ruhrs. Seine Hauptwerkzeuge und treuen Gefährten dabei waren Kloska IvanundKrischan Georg. Im November brach der Aufruhr aus. An öOOWalachenhatten sich, von ihm berufen, auf den Feldern zwischen Körösbanya und Bradversammelt. Die Aufrührer überschwemmten die Edelhöfe, sengten, verwüstetenund mordeten. Bei 5000 Köpfe stark, hatten sic die Kühnheit, den Fliehen-den bis vor Deva zu folgen. Ein Verlust von mehreren Hunderten, welchen siedurch den Ausfall eines Tliciles der Besatzung, mit welcher sich viele der Geflüch-teten und der Bürger von Deva vereinigt hatten, erlitten, schreckte sie nicht ab.Die Truppen in und um Deva wurden vermehrt, und die Oberst-Lieutenants Schulzund Kray rückten mit einiger Mannschaft gegen die Rebellen vor, deren Anzahlschon bis 16,000 gestiegen war. Am 8. Decemberstiess Oberst-Lieutenant Kray mit400SzeklernbeiKristorzwischenMichellyen undBlesseny im Zarander Comitate aufeinige tausend Rebellen, die mit Feuergewehren, Spiessen und Heugabeln bewaffnetwaren. Da sie den im Namen des Monarchen angebotenen General-Pardon nichtannahmen, so kam es zum Kampfe, in welchem bei 100 von ihnen auf dem Platzeblieben, 150 verwundet und 30 gefangen wurden. Kray und Schulz verfolgtensie unablässig, und trieben sie so in die Enge, dass sie nur noch auf einen kleinenDistrict, in welchem alles von ihnen selbst verwüstet lag und wo ihnen alle Zufuhrabgeschnitten war, eingeschlossen, dem Hunger und Mangel erliegend, durch bittereErfahrung über die Nichtigkeit von II o r j a’s glänzenden Versprechungen enttäuscht,von ihm ahflelen, nach und nach zerstäubten und sich haufenweise ergaben. Kraysetzte dem Hör ja in die Radaker Wälder nach, wo es ihm gelang, seiner am27. December desselben Jahres habhaft zu werden. Für diesen mit grosser Anstren-gung ausgeführten wichtigen Dienst wurde Kray Oberst und kam als Commandantin das 1. Walachen-Regiment.