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des Leopolds-Ordens. Bereits im September des folgenden Jalires war der Prinzwieder zum commandirenden General von Österreich und Stadt-Commandantenvon Wien ernannt, und im November 1813 mit dem Commando der Reserve-Armee betraut. Mit der ihm eigenen rastlosen Alles umfassenden Thätigkeitund gründlichsten Sachkenntniss leitete er die Errichtung derselben, wurde imSejttember 1814 zum Militär-Gouverneur in Österreich ob und unter der Ennsernannt und mit dem goldenen Civil-Elirenkreuze geschmückt. Sechs Jahrestand der Prinz dieser hohen Stellung vor, bis ihn Gesundheitsrücksichten bewogen,derselben zu entsagen.
Kaum gekräftigt, bot sich ihm im Herbste 1829 ein neuer ehrenvoller Wirkungs-kreis, das Gouvernement der Bundesfestung Mainz, dar. Die Vertheidigungsanstaltennach dem Ausbruche der Juli-Revolution, wo zu besorgen war, dass Mainz wiederberufen sein dürfte als mächtige Schutzwehr Deutschlands sich zu erproben, zeugtenvon des Prinzen schneller Entschlossenheit und einer die Verhältnisse beherrschen-den Umsicht. Allseitige Anerkennung wurde ihm für die dem allgemeinen Wohlegeleisteten Dienste zu Theil. Am Feste seiner 'fünfzigjährigen Dienstleistung(12. September 1831) verlieh ihm der Kaiser das Grosskreuz des Stephans-Ordens in Brillanten.
Der Prinz starb zu Wiesbaden am 20. Jänner 1834 in Folge einer auf einemRitte nach Bieberach sich zusnzosrenen Erkältung. Seine Leiche wurde in der
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k. Familiengruft zu Stuttgart beigesetzt. Unter allen Prüfungen und Stürmen einesverhängnissvollen halben Jahrhunderts hatte der Prinz mit unerschütterlicherAnhänglichkeit seine Dienste dem Kaiser geweiht, und das Andenken eines edlenWohlthäters der Bedürftigen, während seines ganzen Lebens, zurückgelassen.
BEAULIEU de Marconnay, Johann Peter Freiherr, Feldzeugmeister,Inhaber des 58. Infanterie-Regiments, stammte aus einem alten niederländischenGesclilechte, dessen Mitglieder schon oft im österreichischen Kriegsdienste sich her-vorgethan und durch tapfere Thaten und treue Anhänglichkeit ein ruhmvolles An-denken gesichert hatten. Er wurde 1725 zu Nainur geboren, folgte dem Beispieleseiner drei älteren Brüder, trat bereits 1743 in das Infanterie-Regiment Karl vonLothringen und stiegtheils in diesem, theilsim RegimenteDaun binnen 14Jahrenstufenweise bis zum Ilauptinann empor. In dieser Charge wurde er 1757 zum Gcneral-Quartiermeister-Stabe übersetzt und als AdjutantDaun’s verwendet, avancirte in kur-zer Zeit zum Major in diesem Corps und zeichnete sich bei mehreren Waffenthaten dessiebenjährigenKrieges, namentlichbeiKo 11 in, bei der Erstürmung von Schweid-nitz, in den Gefechten von Breslau und Leuthen,bei dem Entsatz von 01 m ü t z, inder Schlacht bei II o ch k ir c h und in demTreffenbei Maxen durch tüchtige Führungvon Angriffs-Colonnen in so hohem Grade aus, dass er schon im Jahre 1760 dasRitterkreuz erhielt. Bald nachher wurde er Oberst-Lieutenant im General-Stabe.