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zum Rückzuge mach Vorwiden im Aachnerwald; am nächsten Tage bemächtigte ersich der hartnäckig vertheidigten Stadt Aachen, wo ihm 7 Kanonen und zahl-reiche Magazine in die Hände fielen. Noch folgenwichtiger war der von dem Prinzenam 4. desselben Monats erfochtene Sieg bei Soumagne, da sich Tags daraufLüttich mit 100 Kanonen und vielen Kriegs- und Proviantvorräthen ergab. In denGefechten der vier Tage vom 1. bis 4. März, an welchen der Prinz einen so glor-reichen Antheil genommen hatte, betrug der Verlust der Franzosen 6000 Todte undVerwundete, 4000 Gefangene, jener der k. k. Truppen an Todten 5 Officiere und88 Mann, an Verwundeten 12 Officiere und 238 Mann. In der Schlacht bei Neer-winden (18. März) commandirte der Prinz das zwrnite Treffen, schlug im Vereinemit Erzherzog Karl den linken Flügel der Franzosen und vertrieb in später Abend-stunde den General Champmorin, der mit der 8. Colonne in Leau stand, trotzdes verzweifelten Widerstandes aus seiner Stellung, erstürmte Leau und eroberte2 Geschütze. Durch den Sieg allein, welche beide Prinzen über den linken Flügeldes Feindes erfochten, hatte dieser 2000 Mann und 27 Kanonen verloren, währendsein Gesammtverlust in dieser Schlacht 3000 Todte und Verwundete, 1000 Gefan-gene und 30 Kanonen, jener unserer Armee aber 2844 Mann zählte. Am 7. Aprilübertrug Feldmarschall Prinz Coburg dem Herzoge von Württemberg dieBlockade von Conde, der einen vom französischen Obergeneral Dampierre ausValenciennes und le Quesnoy versuchten Entsatz am 1. und 8. Mai zurückschlug,und nach mehreren ähnlichen fruchtlosen Unternehmungen den CommandantenGeneral Chancel am 11. Juli zur Capitulation zwang. Der Prinz hatte hier mitnur 4000 Mann 6000 Feinde, welche die Besatzung bildeten, bezwungen und zweiDritttheile kriegsgefangen gemacht. Diese wuchtigen Thaten erwarben ihm den Dankdes commandirenden Generals, die Anerkennung seines Kaisers und die Verehrungaller Deutschen. Nachdem der Prinz zum Feldmarschall-Lieutenant des deutschenReiches ernannt worden, verlieh ihm Kaiser Franz am 23. Juli 1793 das Com-mandeurkreuz des Theresien-Ordens, und ein Jahr später durch einstimmigenAusspruch des Capitels das Grosskreuz.
Ein Feind den der tapfere Herzog nicht überwinden konnte, Krankheit, derenKeime schon im Türkenkriege gelegt wurden, hielt ihn nun lange vom Heere ent-fernt. Aber während der Episode 1794 in Lüttich wand er sich durch sein zoit-gemässes und entschlossenes Eingreifen in den Gang der Ereignisse ein neuesBlatt in den Kranz seines Ruhmes, indem er dem Fürst-Bischof thätigst zur Seitestand. Kaum genesen, eilte der Prinz wieder zur Armee. In dem Feldzüge 1795und 1796 wollte es das Geschick, dass er das nämliche Terrain, zwischen der Siegund der Lahn, gegen den nämlichen Feind, Jourdan, vertheidigen und vor dessengrosser Übermacht aus strategischen Gründen den gefährdeten rechten Flügel aufdie kaiserliche Hauptmacht zurückführen musste. In den Tagen vom 9. bis 16. Sep-tember 1795 bestand er mehrere hitzige Gefechte, rückte im März 1796 zum Feld-