von Feldverschanzungen bei Malghera und Brondolo. Die allerhocliste Zufrie-denheit mit diesen Leistungen wurde ihm durch seine im October 1805 erfolgtevorzugsweise Beförderung zum supernumerären Oberst-Lieutenant zu erkennengegeben.
Nach dem Friedensschlüsse 1805, und der hiedurch erfolgten Abtretung Vene-digs, zur General-Genie-Direction nach Wien berufen, blieb Oberst-Lieutenant31 artonitz bis zum Jahre 1809 in unausgesetzter Verwendung mit specicllenAufträgen des Generalissimus Erzherzog Karl und des General-Genie-DirectorsErzherzog Johann.
Im Juli 1808 zum Obersten und Commandanten des Mineur-Corps beför-dert, wurde der mittlerweile in den Freiherrnstand erhobene Oberst M artonitzam 23. Februar 1809 als General-Quartiermeister zuml. (Bellegarde’sclien) Armee-corps versetzt, nach dem Rückzuge der Armee nach Böhmen zur AllerhöchstenPerson des Kaisers Franz in das Hoflager berufen, und nach erfolgtem Friedenwieder zum Ingenieur - Corps eingetheilt. Im December 1812 wurde Freiherrvon Martonitz zum Unterlieutenant bei der königlich ungarischen adeligenLeibgarde ernannt, und daselbst im April 1813 zum General-Major befördert.
Zwei Jahre später riefen ihn die Befehle seines Monarchen, mit Beibehalt derStelle bei der Garde, als Vice-Commandanten in die Festung Mantua, welche durchdas Vorrücken Murat’s bis an den Po bedroht wurde. Nach der Niederlage desLetzteren kam Martonitz am 26. Juni 1815 als Brigadier zur Armee nach Frank-reich, und rückte noch im November dieses Jahres wieder bei der Garde ein.
Hier wurden ihm vielfältige Beweise kaiserlicher Huld zu Th eil; so wardMartonitz im Jahre 1824 zum Feldmarschall - Lieutenant und Garde - Ober-lieutenant und im Juli 1825 zum 2. Inhaber des 52. Infanterie-Regiments ernannt;im Jahre 1836 wurde er Capitän-Lieutenant und geheimer Rath, und als er im Juni1841 sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum feierte, mit dem Commandeurkreuz desStephan - Ordens ausgezeichnet. Im Jänner 1850 trat Martonitz, der bei13 mitgemachten Feldzügen durch alle Chargen bis zum Obersten vorzugsweisebefördert und von drei Monarchen wegen Auszeichnung vor dem Feinde viermalbelohnt wurde, in die wohlverdiente Ruhe mit dem Charakter eines Feldzeug-meisters; er starb zu Wien am 7. März 1855.
CALLOT, Johann Freiherr, Artillerie-Oberst, Sohn des im Jahre 1785 ver-storbenen, vom Kaiser Joseph seiner Verdienste wegen 1779 mit seinem BruderKarl in den Freiherrnstand erhobenen Artillerie-General-Majors W enzel, war zuKuttenberg 1763 geboren. Im fünfzehnten Lebensjahre ex propriis Gemeiner bei dem2. Artillerie-Regimente, rückte er im April 1783 zum Unterlieutenant vor. Währenddes Türkenkrieges zum Oberlieutenant (Jänner 1790) befördert, fand er bei derBelagerung von Czettin Gelegenheit, sich in dem Grade auszuzeichnen, dass er