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1 (1857)
Entstehung
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vor dem Sturme, als 2000 feindliche Reiter angesprengt kamen, um den stürmendenColonnen in die linke Flanke zu fallen. Eine Decliarge der Cavallerie-Batterie maclitedie Feinde wohl wanken, doch zogen sic noch in schräger Richtung gegen unsereInfanterie; da fasste eine wiederholte Decharge der Cavallerie-Batterie die feind-lichen Reiter der Art, dass ein grosser Tlieil getödtet wurde, der Rest aber die Fluchtergriff. Jetzt begann eine der herrlichsten Waffenthaten des Türkenkrieges. So wiedie Reiter zurückgeworfen waren, liess Feldzeugmeister Graf Clerfaytdie erwähntenDivisions-Colonnen im Sturmschritte gegen die Verschanzung vorrücken. Der Restdes ersten Treffens und 2 Divisionen Leopold Toscana-Husaren Nr. 2 des drittenTreffens unterstützten den Angriff durch ihren gleichzeitigen Vormarsch gegen dielinke Flanke der Verschanzung. Die feindliche Besatzung zeigte viele Standhaf-tigkeit, indem sie, ohne einen Schuss zu thun, die Stürmenden auf 50 Schrittesich nahen liess. Allein nichts schwächte den Muth der Angreifenden, sie hieltenmit kaltem Blute, ohne zu wanken, die erste feindliche Decliarge aus, dannaber stürzten sie mit dem Bajonete in die Verschanzung: die beiden BatailloneReisky des linken Flügels unter Oberst Spindler voran; diesen nach dasBataillon Jordis. Zu gleicher Zeit drang das Bataillon Stain in die Mitte,und das Bataillon Karo ly in die rechte Flanke der lang ausgedehnten, die ganzeAnhöhe bedeckenden, an dieser Stelle durch die Zwölfpfünder sehr zerris-senen Verschanzung ein, während die zwei Divisionen Toscana-Husaren unterAnführung des tapfern Obersten Ott und Major Uermenyi die linke Flanke derVerschanzung umschwenkten, über Graben und Brustwehre setzten, und dieerschrockenen Vertheidiger theils niederhieben, theils versprengten. Auf der Stellewar des Feindes Niederlage allgemein, kein Widerstand möglich; was das Bajo-net verschonte, fiel durch den Säbel der Husaren, und nur in schncllflissigerFlucht zu den Schiffen fanden einige Türken ihr Heil. Aber auch Erdödy-Husaren,welche den Divisions-Colonnen als Unterstützung folgten, waren nicht müssig;sie umgingen des Feindes rechte Flanke, schnitten ihn ab von dem seichten Donau-arm, der zwischen dem linken Ufer der Donau und der Insel Kalefat fliesst,sprengten Reiter und Infanteristen gegen die grosse Donau, und Alles, die Wenigenausgenommen,' die sich durch Schwimmen retteten oder in den Fluthen derDonau ertranken, musste über die Klinge springen; das Blutbad war so gross,dass die Türken selbst ihren Verlust auf 2000 Todte angaben. Nur eine Stundehatte das Ganze gedauert, und diese Stunde bei Kalefat bewies zur Ehre desFeldzeugmeisters Grafen Clerfayt wieder den Satz, den der Feldmarschall PrinzCoburg und General Suworow bei Foksclian und Martinestje in das Buch derGeschichte geschrieben: dass das Heil im Kriege gegen die Türken von damalsim schnellen, kühnen Angriff liege. Der wesentlichste Antheil dieser überausglänzenden That fiel dem entschlossenen Obersten Spindler zu, der am25. December 1792 zu Gratz sein ausgezeichnetes Leben beschloss.