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1 (1857)
Entstehung
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309
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sich mit Ungestüm auf den rechten Flügel der vereinigten österreichischen undrussischen Truppen geworfen und unsere Cavallerie zurückgedrängt. RittmeisterWolfskehl, dessen gewahr, rückte aus eigenem Antriebe mit einer einzigenSchwadron des Regiments den zehnmal überlegenen Feind entgegen und in dessenlinke Flanke vor, und warf ihn durch eine mit besonderer Geschicklichkeit undTapferkeit, wenn gleich nicht ohne Opfer ausgeführten Attaque mit Verlust zurück,wodurch unsere Cavallerie sich wieder sammeln und die gestörte Ordnung her-gestellt werden konnte. Suw orow, entzückt von dieser entscheidenden und kühndurchgeführten Attaque, liess Wolfskehl noch am Schlachtfelde den herzlichstenDank sagen und ihn zu der wohlverdienten Decöration beglückwünschen.

Nachdem Wolfskehl im Jahre 1796 in Deutschland und 1799 in Italienmehreren Gefechten und Schlachten beigewohnt und Wunden davongetragen hatte,verliess er nach dem Frieden von Lunevillo die activen Dienste, erhielt die Stelleeines Platz-Majors in Essegg und starb am 26. Februar 1838 zu Pressburg.

LANFEEY, Anton Freiherr, General-Major, Elsässer von Gehurt, war zuStrassburg im Jahre 1752 geboren. Lacy nahm ihn im fünfzehnten Lebensjahreals Cadet in sein Carabinier-Regiment, wo er schnell bis zum Oberlieutenant vor-rückte. Im September 1786 wurde Lanfrey in das Ingenieur-Corps eingetheilt,und fand im Türkenkriege mehrfaltig Anlass zu rühmlichen und tapferen Thaten.

Vorerst bei der Belagerung von 0 h o t y m, dann in der Schlacht hei F o k s c h an,bereits zum Hauptmann vorgerückt, wo er die erhaltenen besonderen Aufträge mit demthätigsten Eifer auf das Pünctlichstc erfüllte, ganz vorzüglich aber in der SchlachtbeiMartinest j e; hier wohnte er dem von unserer Cavallerie unternommenen An-griff auf die in den Schanzen und in dem Walde postirten Janitscharen freiwilligbei und drang in die Verschanzungen herzhaft ein; als er wahrnahm, dass sichmehrere tausend Spahis hinter dem auf den linken Flügel stehenden Wald concen-trirten und unserer bereits handgemein gewordenen Cavallerie und der vorrückendenInfanterie in die Flanke zu fallen drohten, machte er unverzüglich, ohne erhaltenenBefehl, dem General-Major Meszüros hievon die Anzeige, der unter MitwirkungLanfreys mit den beihabenden Divisionen eine so nachdrückliche Attaque auf dieSpahis unternahm, dass diese über den Haufen geworfen die Flucht ergreifenmussten, wodurch der herrliche Sieg wesentlich gefördert wurde. Lanfrey erhieltfür diese Tliat das Ritterkreuz. In dem Kriege den Russland gegen Polen führte,wurde Lanfrey in das Hauptquartier des Feldmarschalls Suworow commandirt.Er hatte Gelegenheit, bei der Einnahme von Warschau (4. November 1794) sichbesonders verdienstlich zu machen und wurde von dem russischen General en Chefrühmlichst belobt. Kaiser Fr an z verehrte bekanntlich diesem grossen Krieger fürden Erfolg in Polen sein mit Brillanten reich besetztes Portrait, welches Lanfreyim Februar 1795 dem Feldmarschall zu überbringen beauftragt war.