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Garnison einen wichtigen Dienst geleistet. Das Kleinkreuz war der Lohndieser Verdienste.
Im Jahre 1760 übertrug ihm der Feldzeugmeister Loudon das Commandoüber die sämmtliclie zurBelagerung der Festung Glatz bestimmte Infanterie, wo erdann bei derBerennung, Eröffnung der Trancheen und bei den übrigen Arbeiten uner-miideten Eifer zeigte und sich allen Gefahren unerschrocken aussetzte. Er war geradean der Seite Loudon’s in den Laufgräben, als diePreussen ihre vorliegende Fleschcverliessen und in unseren Generalen den Gedanken an einen eiligen Sturm auftauchenHessen. Dieser erfolgte am 25. Juli und endete mit demFalle der Festung, an welchemDraskovich wesentlichen Antheil hatte, so dass Loudon seiner Einsicht bei denDispositionen und seiner Tapferkeit bei der Ausführung rühmlich gedachte. ImJahre 1761 führte er in Ob er-Schlesien ein eigenes Corps an, um Mähren zu decken.Er stand zu Jägerndorf, als im August der General Ziethen mit ein er grossen Über-macht gegen ihn marschirte, und um ihn zu umgehen zugleich die Versclianzungenbei Zuckmantel angreifen Hess. Da die Stellung bei Jägerndorf unhaltbar war, sozog sich Draskovich mit vieler Klugheit auf Beutsch zurück, um das Magazin inWürbenthal besser zu decken und für sich selbst eine vortheilhafte Position zunehmen. Diese geschickte Bewegung und der Umstand, dass die Angriffe bei Zuck-mantel von den Unsrigen standhaft abgeschlagen wurden, veranlasste den preussi-schen General, Jägerndorf auf der Stelle wieder zu verlassen und sich nach Schlesienzurückzuziehen. •— Als die Preussen 1762 gegen Schweidnitz vorrückten, hatteDraskovich das Unglück, im Juni gefangen zu werden.
Am 26. Februar 1763 avancirte Draskovich zum Feldzeugmeister, wurdecommandirender General in Siebenbürgen, und erhielt das Commandeurkreuz.Dieses zierte nur kurze Zeit seine tapfere Brust, denn schon am 9. November 1765machte der Tod seiner Laufbahn ein Ende.
O’EjELLY von Gallagh und Tywoly, Wilhelm Graf, Feldzeugmeister,Inhaber des im Jahre 1809 redueirten 45. Infanterie-Regiments, einer alten irlän-dischen Familie angehörig, war zu Dublin geboren, und trat als Hauptmann indas Infanterie-Regiment Neipperg Nr. 7. Im Kriege gegen die Türken diente erbeim Schiffs-Armement, wurde Genoral-Adjutant des Feldmarschalls Neippergund Oberst-Lieutenant, und im October 1744 Oberst und Commandant des Infan-terie-Regiments Pallavicini Nr. 15. Zur Armee nach Italien eingetheilt, zeichnetesich O’Kelly bei Roddofreddo aus, war bei der Besitznahme von Genua, und alsam 8. December 1746 eine Revolte in der Festung ausgebrochen war, wo nurdie Grenadiere in der Stadt lagen, das Regiment selbst aber zu Pietro d’Arenacantonirte, sendete O’Kelly sofort ein Bataillon zur Verstärkung dahin, welchesnach einem 18 Stunden langen Marsche noch zur rechten Zeit in Genuaanlangte.