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STEINMETZ, Nikolaus Freiherr, Feldmarschall-Lieutenant, Niederländer vonGeburt, ein ausgezeichneter Ingenieur, erblickte das Licht der Welt im Jahre 1723,kam 20 Jahre alt in das Corps, und war hei Beginn des siebenjährigen KriegesHauptmann. Steinmetz hatte durch die ausgeführten Verbesserungen und Verstär-kungen der Festungswerke von Olmütz, Neisse, Glatz und Schweidnitz sich einehrenvolles Andenken gegründet, dem Staate wichtige Dienste geleistet, und dieAnerkennung in derVorrückung zum Major 1760, zum Oberst-Lieutenant 1761 undin der Verleihung des Ritterkreuzes gefunden.
Schon während der Verteidigung der Festung Olmütz, 1758, wird seiner mitAuszeichnung gedacht. Er war es, der gleich nach der Einschliessung des Platzesauf die dem Commandanten zugekommene Nachricht, dass die Feinde in demWalde hinter dem Kloster Hradisch die zur Belagerung erforderlichen Schanz-körbe und Faschinen anfertigten, mit einem Detachement Croaten diese verbrennenliess. Als später die Belagerung begonnen und der Feind seine Trancheen eröffnethatte, war es wieder Steinmetz, der, einen begangenen Fehler desselben wahr-nehmend, eiligst zwei Werke aufführen, sie mit kleinem Geschütz montiren unddes Feindes Arbeiten in der Art zerstören liess, dass dieser nach einer sechstägigenvergeblichen Mühe das Debouche von einer anderen Seite vorbereiten, und durchdiese Verzögerung des Approchirens wohl zunächst dieBelagerung aufheben musste.Überhaupt hatte Steinmetz während der ganzenBelagerung die Angriffsarbeitendurch Anlegung von Gegenwerken und Gegenminen zu vereiteln gewusst, unddiese Erfahrungen bei der Verth ei digung von Schweidnitz, wo er Commandantder Genietruppen war, mit ausserordentlichem Erfolge benutzt. Als diePreussen zurBelagerung dieses Platzes sich anschickten, errichtete Steinmetz in sehr kurzerZeit auf der Anhöhe von Neumühl eine Flesche, deren glückliche Lage den Feindnöthigte, seine Attaque auf dem minder vortheilhaften Terrain zwischen demGarten- und Jauerniker Fort unter dem heftigsten Geschützfeuer von unserer Seitezu verlegen. Steinmetz’ grösstes Verdienst war aber die eben so schnelle alszweckentsprechende Vorkehrung, welche er in dem Jauerniker Fort getroffen, alshier die Kehle und die ganze Besatzung von 1000 Mann unter Major GrafBerthold durch die Explosion des Pulver-Magazins in die Luft flog. Es war diesein Meisterwerk der Fortification, denn die herbeigeeilten Truppen konnten schnellPosto fassen und den heftigen Sturm des Feindes absclilagen. König Friedrich II.war Zeuge dieses Vorfalles, und konnte nicht umhin, die Tapferkeit einer Truppezu bewundern, welche durch so vieles Ungemach nicht zur Ermattung zu bringenwar. Steinmetz wurde im Jahre 1763 in den Freiherrnstand erhoben und 1773zum Obersten befördert. Im bayerischen Erbfolgekriege leistete er bei den Ver-schanzungen unserer Hauptpositionen in Böhmen sehr gute Dienste, erhielt 1780die Leitung des Festungsbaues von Theresienstadt, den er zur Zufriedenheit desKaisers zu Ende führte, rückte 1781 zum General-Major vor, und wurde im ersten