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siebenjährigen Krieges die mährisch-böhmische Grenze gegen Schlesien bereiste,um mach den gemachten Beobachtungen die Verteidigung anzuordnen, war er beiEröffnung der Feindseligkeiten mit dem wichtigen Posten eines General-Quartier-meisters ausgezeichnet. Bei Ko llin und Breslau, sowie bei Moys zeichnetesich Guasco dadurch vorteilhaft aus, dass er in allen diesen Gelegenheiten mitden Grenadieren die Angriffe unternahm, dann bei der Belagerung von Schweidnitzals Brigadier in den Laufgräben wichtige Dienste leistete. Der hierbei bewieseneMut, die Umsicht, welche Guasco betätigte und zu den Erfolgen nach Kräftenzu wirken bestrebt blieb, fanden in seiner im Jänner 1758 erfolgten Ernennungzum Feldmarschall-Lieutenant und in der Verleihung des Ritterkreuzes denverdienten Lohn.
Während der von Macquire geführten Belagerung von Dresden im Jahre1759 betrieb Guasco die Unterhandlungen bezüglich der Übergabe so geschicktund tätig, dass selbe noch wenige Stunden vor dem Eintreffen des Entsatzheeresunter König Friedrich II. abgeschlossen wurden. Als letzterer 1760 seinerseitsDresden belagerte, verstärkte Guasco mit 10,000 Mann die Garnison, und trugwesentlich dazu bei, Jass die Belagerung aufgehoben werden musste. Aus seinerStellung bei Eger vereitelte er 1761 die preussischcn Versuche, das Reichsheernach Franken zurückzudrängen. Die schönste That, welche Guasco unsterblichmachte, blieb dem Jahre 1762 auf bewahrt. Es war die berühmte Verteidigung vonSchweidnitz, zu deren Commandanten dieser geistreiche und energische Generalernannt wurde. 63 Tage trotzte er allen Angriffen des königlichen Gegners. Erstnachdem alle Mittel der Verteidigung erschöpft waren, überdies die JaucrnikerSchanze mit 400 Mann in die Luft gesprengt und ein Sturm nicht mehr aufzuhaltenwar, ergab sich Guas co kriegsgefangen, und wurde nach Königsberg gebracht.Als er an der Spitze seiner Officiere Friedrich II. begrüsste, sagte dieser: „MeinHerr, Sie haben Allen, die Plätze zu verteidigen haben, ein schönes Beispielgegeben; aber Ihr Widerstand hat mich 8000 Mann gekostet.“ Mari a Theresiasendete dem Helden das Grosskreuz in die Kriegsgefangenschaft nach, undernannte ihn zum Feldzeugmeister. Wenige Tage vorher als die österreichischenKriegsgefangenen in Freiheit gesetzt wurden, traf ihn am 23. März 1763 bei derTafel zu Königsberg der Schlag, der sein Leben im 52. Jahre endete. Sein Lcichnamwurde in der dortigen katholischen Kirche mit allen Ehren bestattet, und seinAdjutant, Hauptmann Ferrari, setzte ihm eine eben so wahre als schöne Grabschrift.
(tIANNINI, Ernst Friedrich Alexander Reichsgraf, Marchese Car-peneto Suavio, Feldmarschall-Lieutenant, geheimer Rath, Dircctor der Militär-Akademie, stammte aus einer alten modenesischenFamilie, von welcher ein Zweig im18. Jahrhunderte nach Deutschland kam und in Österreich und Schlesien daslneolaterhielt. Giannini wurde am 15. Juli 1719 in Schlesien geboren und der Jüngste von