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1 (1857)
Entstehung
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Hofkanzlei anzunehmen, welche er bis zu seinem am 13. Jänner 1814 zu Wienerfolgten Ableben bekleidete. Szeczujacz liinterliess keine männlichen Erben; ererreichte ein Alter von 94 Jahren.

KINSKY von Chinitz undTettau, Joseph Graf, Feldmarschall, geheimerRath, Commandirendor in Nieder-Österreich, Inhaber eines Cavallerie-Regiments,der zweite Sohn des Conferenz-Ministers Franz Ferdinand, war zu Prag am22. Februar 1731 geboren. Als Volontär begann er im Jahre 1751 seine militärischeLaufbahn und war beiBeginn des sicbenjährigenKrieges nochFähnricli imLicchtcn-stein’schen Dragoner-Regimente. Seine Thaten in diesem Kriege hoben ihn abersehr schnell bis zum Obersten empor. Die erste fällt mit dem Treffen beiIIeichen-berg zusammen. Durch einen Schuss in der Schulter und eine Contusion am Kopfeverwundet, wurde er von mehreren Feinden umrungen, welche ihn gefangennehmen und die Fahne, die er trug, erobern wollten. Da sprengte Kinsky mitBlitzesschnelle auf einen feindlichen Officier los, hieb denselben zusammen undentkam glücklich mit der Standarte. Zum Lohne dieser Entschlossenheit wurde erauf dem Schlachtfelde Hauptmann. Noch nicht von seinen Wunden geheilt, nahmKinsky an der Schlacht von Prag Theil, gerieth jedoch, als ihm sein Pferd unterdem Leibe erschossen wurde, in Gefangenschaft. Als General Kleefeld in denVerschanzungen bei Passberg von den Preussen angegriffen ward, hielt sichKinsky so tapfer, dass er in der Relation besonders angerühmt wurde.

Durch vortrefflicheKenntnisse und militärischeEigenschaften,so wie durch regenDiensteifer, hatte sichKi n sky bei allen Gelegenheiten bemerkbar zu machen gewusstund erwai’b sich schnell das Zutrauen des Generals Loudon. Als dieser Generalüber die Oder schwamm, um sich mit dem russischen Generalen Soltikoff zuberathen, nahm er Kinsky als Bedeckung mit und behielt ihn in der Folge mei-stens bei sich, wo er ihn zu vielen sehr wuchtigen Aufträgen verwendete. Imentscheidenden Moment der Schlacht bei Kunnersdorf (1760), als die Russenschon in Unordnung und auf ihrem linken Flügel geschlagen waren, trug Kinskywesentlich dazu bei, dass sich das Gefecht zum Vortheile der Kaiserlichen gestal-tete. Während General Loudon die Infanterie in das Feuer führte, fiel Kinskyan der Spitze des Dragoner-Regiments Löwenstein, welches er zu Anfang undzu Ende des Treffens als Oberst-Lieutenant befehligte, mit so viel Entschlossenheitder feindlichen Reiterei in die Flanke, dass dieselbe in Unordnung gerieth undbei ihrem schnellen Zurückweichen auf ihre eigene Infanterie geworfen, auch diesein Verwirrung brachte. Kinsky wurde vom Generalen Loudon zur besonderenAuszeichnung mit der Nachricht des erfochtenen Sieges an den Hof nach Wiengesendet, und hier von der Kaiserinn mit einer kostbaren Dose und einem Ringbeschenkt. In dem Treffen bei Landshut führte Kinsky, schon zum Oberstvorgerückt, die Freiwilligen an und entledigte sich des übernommenen Auftrages