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PETROVSKY, Franz Freiherr, Oberst, ein Ungar, war zu Fünfkir eben i. J. 1720geboren und diente von der untersten Stufe im 3. Husaren - Regimente Szechenyi.Während des Erbfolgekrieges schwang er sich bis zum Rittmeister empor und warbei Eröffnung des siebenjährigen Krieges Major. Als die Schlacht bei Prag geschlagenwurde, führte er bei Eroberung von Brandeis die Avantgarde, zeichnete sich per-sönlich aus, wurde 1758 Oberst-Lieutenant und schon im folgenden Jahre Oberst.
Nun begann eine Reihe von glänzenden Thaten, welche dem tapferenOfficier eine ruhmvolle Stelle in der österreichischen Kriegsgeschichte sichern.Am 21. September 1759 hatte sich das Corps der preussischen Generale Finkund Wunsch auf den Anhöhen bei Meissen postirt. Aus dieser Stellung warfes sich auf das österreichische Corps des Generals Hadik, drang unter einem leb-haften Kanonen- und Musketenfeuer vor und suchte sich Luft zu machen. Hierwar es, wo der Oberst Petrovsky mit seinem Husaren - Regimente den wiithendvordringenden Feind dreimal zurückwarf, ihn mit dem Säbel in der Faust bis inseine Schanzen verfolgte, eine Menge Gefangene machte und die Nacht auf demWahlplatze im Angesicht des Feindes zubrachte. Als dasselbe preussische Corpssich am 19. November bei Maxen postirt hatte, bestimmte der FeldmarschallDaun das S z e c h e n y i’scheHusaren-Rcgiment zur Beobachtung derDippoldswaldorStrasse. Pet rovsky marschirtc dahin. Als er aus den waldigen Defilecn jenerGegend hcrausbrach, stiess er gleich auf feindliche Truppen. Er griff sie an undzerstreute sie; bald aber entdeckte er eine starke Colonne, die über Dippoldswaldcund Riegelsheyn zur Verstärkung des Corps bei Maxen anrückte. Ohne Infanterieund Kanonen, stand er doch keinen Augenblick an sich auf den Feind zu stürzenund ihn trotz des ihn begrüssenden Kartätschenregens bis an den festen Kirchhofvon Ilartmannsgrimme zu verfolgen. Auch hier lohnten viele Gefangene underbeutete Bagagewagen die Sieger. Dieses preussische Corps suchte den nächstenMorgen seinen vorgehabten Weg dennoch fortzusetzen. Petrovsky, allein mitseinen Husaren, konnte den in voller Schlachtordnung marschirendon Feind nichtattaquiren, aber er neckte ihn beständig bis über den Wald gegen Maxen. Nunnäherte sich General Siskovitz mit den österreichischen Grenadieren. DerFeind setzte sich auf den Anhöhen fest. Petrovsky machte die Avantgarde derGrenadiere, warf die feindlichen Vortruppen auf allen Seiten und erleichterte denGrenadieren die Besitznahme der ersten Anhöhe. Die Schlacht begann: Petrovskymarschirte rechts vor den Grenadieren, um die Flanke der Armee zu decken. Hierdrang er durch die, besonders des Glatteises wegen schwer zu passirenden Defilecnmit eben so viel Bravour als Einsicht. Der Feind setzte sich zum zweiten Male aufeiner Reihe von Anhöhen fest. Die österreichische Cavallerie griff ihn mit grosserTapferkeit an. Er liess seine Kanonen stehen und wich. Hier war Petrovskywieder der Erste, und verfolgte mit seinen Husaren die Preussen bis in ihre letzteAufstellung.