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800 Gefangene gemacht. Allerdings leistete der Gegner tapferen Widerstand, dennder Erfolg kostete dem Bataillon allein 9 Officiere und 200 Mann an Todten, undS c h o r 1 c m m e r selbst erhielt einen lebensgefährlichen Bajonctstich durch den Leib.In demselben Jahre zeichnete sich S chor 1 ein m e r auch bei Torgau aus und wurdeerneuert verwundet. Für die an Tag gelegte Tapferkeit rückte er zum Obersten undRegiments-Commandanton vor und starb zu Brüssel am 3.Deccmber 1769.
Siebente Promotion (vom 30. April 1762).
Aus Anlass einiger glücklichen Gefechte in Schlesien, dann der Erstürmung von Schweidnitz am1. October 1761 wurde mit grossmeisterlichem Rescripte vom 13. Februar 1762 die Abhaltung eines Capitelsangeordnet, welches am 7. März in Wien aus 23 Mitgliedern zusammengesetzt und am 3. April geschlossen wurde.15 Ritter wurden des Ordens würdig erkannt und ihre Aufnahme am 30. April bei der Armee auf die gewöhnlichefeierliche Weise bekannt gemacht.
KLEINKREUZE.
WALLIS, Pat ricius Olivier Graf, Feldmarscliall-Lieutenant, Lnliaber des35. Infanterie-Regiments, einer alten irischen Familie entsprossen, war zu Dublin imJalire 1724 geboren. Sein Vater Lucas FreiberrWallis starb als Ilauptmann imJahre 1726. Olivier trat imsechzehntenLehensjahreinkaiserlicheDiensteundwarbei Beginn des siebenjährigen Krieges Hauptmann im 22. Infanterie-Regimente.Bei Prag zeichnete er sich so vortheilhaft aus, dass er auf dem Schlachtfeldezum Major befördert wurde. Während der Belagerung von Schweidnitz durchdie Preussen schloss er mit dem General Treskow die Capitulation ab, blieb alsGeisel zurück, gerieth mit der Besatzung in die Gefangenschaft und wurde nacliseiner Ranzionirung Oberst-Lieutenant. Im Treffen lei Landshut, 23. Juni 1760,hatte Wallis mit dem Regimente nicht nur die Grenadier-Bataillone, welche diefeindlichen zwei Ilaupt-Redouten überstiegen, unterstützt, sondern auch den Gegner,welcher auf dem stark befestigten sogenannten Kirchberge neuerdings Posto fasste,angegriffen und, obwohl sein Regiment schon 335 Mann verloren, er selbst aberverwundet wurde, den Angriff so lange herzhaft fortgesetzt, bis das RegimentDeutschmeister zu Hülfe herbei kam, und nun der Feind mit dem grössten Tlicileseiner Artillerie sich ergeben musste. Bei dem Sturme auf Schweidnitz, am1. Octobcr des folgenden Jahres, erbat sichWallis, mittlerweile zum Obersten imRegimente befördert, als Gnade aus, jene Colonne führen zu dürfen, welche das soge-nannte Galgenfort anzugreifen bestimmt war. Dieses Fort war der wichtigste Punct,sowohl wegen seiner eigenen Stärke und der Tapferkeit seiner Besatzung, indem esdas brave preussisclie Tr eskow’sclie Regiment vertlieidigtc, als auch wegen seinerLage gegen die Stadt und die übrigen Werke, deren es einen grossen Tlieil domi-nirte. Sein Gesuch wurde bewilligt. Die Colonne, mit der er in der Nacht den