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Steinkohlengas.
wicht uncondensirt zuriickblieb. Vor dem Zusatz vonChlor brauchte das Gasgemenge von 1,94 bis 2,17 seinesVolumens Sauerstoffgas, und erzeugte von 1,06 bis 1,28Kohlensänregas, aber nach der Einwirkung des Chlorswurden 1,50 bis 1,78 Sauerstoffgas verzehrt und 0,80 bis0,92 Kohlensäuregas gebildet. Als die Probe gemachtwurde, nachdem die Operation schon 5 Stunden lang ge-dauert hatte, war das spec. Gewicht des Gases 0,5; Chlorcondensirte 7 Procent davon, zur vollständigen Verbren-nung brauchte es 1,66 seines Volums Sauerstoffgas undgab 0,93 Kohlensäuregas.* Die Probe, welche 10 Stun-den nach Anfang der Operation genommen wurde, hatte0,345 spec. Gewicht, erlitt durch Chlor keine Volumver-minderung, brauchte zur vollständigen Verbrennung 0,78Sauerstoffgas, und gab 0,30 Kohlensäuregas. Diese Probebrannte mit blauer, nicht leuchtender Flamme, und ent-hielt ungefähr 0,60 ihres Volums reines Wasserstoffgas;das Uebrige ist Kohlenoxydgas, Kohlenwasserstoffgas imMinimum und Stickgas. — Bei der Anwendung des Ga-ses zum Brennen mufs es zuvor vom Schwefelwasserstoff,kohlensauren Ammoniak und brenzlichen Oel oder Theerbefreit werden, und zu diesem Endzweck wird es durchlange Böhren in verschiedenen Reservoiren zur Absetzungdieser Stoffe geleitet, und zuletzt, vermittelst einer eigenenRuhranslalt, mit Kalkmilch geschüttelt, oder durch trock-nes Kalkhydrat geleitet, welches mit Heu oder Moos ge-mengt ist, um das Zusammenbacken des Kalkes und da-durch bewirktes Verstopfen zu verhindern.
Destillationsproducte von fetten Oelen. Ichhabe schon das Allgemeine über die Destillation der fet-ten Oele pag. 389. angeführt, und will hier nur noch ei-nige angewandte Destillationsproducte beschreiben.
1. Ziegelstein öl (Oleum lateritium, Ol. philo so-phormn) wird ein brenzliches Oel genannt, welches ausBaumöl bereitet wird, dadurch, dafs man glühende Zie-gelsteinsLücke in das Oel taucht und sich ihre Poren damitvollsaugen hifst, worauf man die Steinstücke in eine eiserneRetorte bringt und destillirt. Dieses Verfahren hat zum