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3,2 (1828)
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Cautschuck

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läßt sich filtriren, röthet Lackmuspapier, Ammoniak fälltdaraus phosphorsauren Kalk, und Galläpfelinfusion be-wirkt darin einen starken Niederschlag; man weifs abernicht, welche Substanz gefällt wird. Sie wird auch vonsalpetersaurer Baryterde, oxalsaurem Ammoniak, salpeter-saurem Silberoxyd, so wie aucli von Alkohol getrübt.Was für Stoffe darin enthalten sind, ist unbekannt; aberCaventou und Boullay haben darin vergebens einevegetabilische Salzbase gesucht.

Das Thridacimn wird in der Heilkunde angewendet,wo es dieselben nervenbetäubenden Wirkungen, wie dasOpium, hervorbringt, ohne von den Nachtheilen zu zeigen,die mit dem Gebrauch des Opiums verbunden sind. Einamerikanischer Arzt, Coxe, war der erste, welcher vornoch nicht langer Zeit darauf aufmerksam machte. Auf dieoben angeführte Art erhält man es in geringer Menge undes wird theuer; man hat deshalb noch andere Methoden,wodurch es weniger theuer, aber auch weniger rein gewon-nen wird. Probart schneidet, kurz nach der Blüthezeit,den Lactucastengel an der Wurzel ab, nimmt die Blätterund Spitzen weg, öffnet die gröberen Stengel und denStamm, nimmt daraus das saftige Zellgewebe weg, wor-auf die Corticaltheile, in denen die mit Milchsaft gefüll-ten Gefäfse laufen, zerschnitten, mit Wasser ausgekocht,und das Decoct zum Extrakt abgedampft wird. Caven-tou prefst die ganze Pflanze aus und dampft den ausge-prefsten Saft zum Extrakt ab.

Cautschuck.

Cautschuck (Gummi elasticum , Kosina elasticaJlindet sich in verschiedenen Gewächsen in einer milchar-tigen Auflösung. Es wird hauptsächlich aus SiphoniaCahucu ( auch j Hevea Guianensis, II. Cautschuc, Jatro-pha elastica genannt), einem in Süd-Amerika wachsen-den Baume gewonnen, in dessen Funde man Einschnittebis auf das Holz macht, aus denen ein Milchsaft ausfliefst,den man aufsammelt. Einen ähnlichen Saft bekommt man