Druckschrift 
3,2 (1828)
Entstehung
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B. Pflanzenstoffe, die mehr einzelnen Pflanzen-Geschlechtern und -Species eigenthihnlichsind.

Gummiharze.

Unter dieser Benennung versteht man Gemenge vonPflanzenstoffen, die, in Wasser zu einer Milch aufge-schwemmt, in der lebenden Pflanze von eigenen Gefii-fsen geführt werden, die mehrentheils zwischen den Be-rührungsflächen zwischen Piinde und Holz sich befinden,und den milchähnlichen Saft in bedeutender Menve aus-

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pressen, wenn eines derselben geöffnet wird. Beispielehiervon haben wir an der weifsen Milch, die beim Ein-schneiden aus den Stengeln von Salat und Mohn aussie-kert, oder an der gelben Milch, wovon sich so viel beimAbbrechen eines Stengels vom Schellkraut (Chelidoniummajusj ergiefst. Diese Flüssigkeiten sind häufig sehr con-centrirt und trocknen an der Luft ziemlich schnell ein,wobei mehrentheils eine hellgraue, gelbe oder meist bräun-liche Masse zurückbleibt, die noch weich ist, so clafs sicheinzelne Theile davon in gröfsere Klumpen zusammenkne-ten lassen, die dann allmählich erhärten, wiewohl die mei-sten derselben bei der Wärme der Hand wieder weichwerden. Diese so getrockneten Massen haben den NamenGummiharze (Gummiresinae) erhalten, aus dem Grunde,weil sie meistens sowohl Harz als Gummi enthalten. DerUmstand, dafs sie in der Pflanze selbst als Emulsion vor-

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